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06:45 13.11.2017
Mit Finanzen kennt sich Hermann-Josef Tenhagen aus. Von seinen Tipps können Sparer profitieren. Quelle: Montage: RND/dpa/privat
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Hannover

Sparer und Anleger in Deutschland verschenken jedes Jahr 20 Milliarden Euro oder mehr. Denn hierzulande liegen 1900 Milliarden Euro auf sogenannten tagesfälligen Konten. Und für dieses Geld gibt es praktisch keine Zinsen. 0,0 und 0,01 Prozent Zinsen für Kunden sind bei den Banken inzwischen Standard.

Dabei braucht selbst in der Niedrigzinsphase niemand auf Rendite zu verzichten. Zum einen, wenn Rücklagen genutzt werden, statt im Dispo zu sein oder einen Ratenkredit fürs Auto oder für die Küche zu bedienen. Das spart zwischen 4 (Auto) und 10 Prozent Zinsen (Dispo). Zum anderen, wenn man als Sparer das Geld von einem Giro- oder Tagesgeldkonto mit null Prozent Zinsen zu einem Tagesgeldkonto mit 0,6 Prozent Zinsen schafft. Angebote gibt es von den Töchtern niederländischer oder französischer Großbanken, aber auch von bayrischen Genossenschaftsbanken wie der PSD Niederbayern-Oberpfalz.

7 Prozent Rendite mit Indexfonds

Wer mehr als 10.000 Euro hat und das Geld einige Zeit nicht braucht, sollte Festgeldkonten nutzen. Hier ist ein Prozent Zinsen drin – und das ist 100-mal so viel, wie bei einer Hausbank oder Sparkasse zu bekommen ist. Wer sein Guthaben zehn Jahre oder länger nicht ausgeben will, verschenkt in Niedrigzinszeiten besonders viel Geld – zumindest dann, wenn er das Sparen mit Aktien nicht prüft. Das ist mit sogenannten Indexfonds oder ETFs heute einfach und kostengünstig. Mit solchen Fonds können Anleger schon mit 50 Euro weltweit an über 1500 Firmen aus über 20 Ländern gleichzeitig beteiligt sein. Von 1970 bis 2016 waren mit solchen Anlagen in jedem denkbaren 15-Jahre-Zeitraum Jahr für Jahr über 7 Prozent Rendite drin. Das Auf und Ab der Börsen lässt sich in 15 Jahren einfach aussitzen.

Das Geld liegt also auf der Straße. Schon mit einem Prozent mehr Zinsen wären Deutschlands Sparer bei 1900 Milliarden Euro Anlagevolumen jedes Jahr 19 Milliarden Euro reicher.

Von Hermann-Josef Tenhagen/RND

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