Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Deutscher Autozulieferer um Millionen betrogen

"Chef-Masche" Deutscher Autozulieferer um Millionen betrogen

Am Ende fehlten auf den Unternehmenskonten 40 Millionen Euro – um diese Summe haben unbekannte Kriminelle den deutschen Autozulieferer Leoni erleichtert. Vieles deutet daraufhin, dass die Firma Opfer der sogenannten "Chef-Masche" wurde.

Voriger Artikel
Deutsche produzieren immer mehr Fleisch
Nächster Artikel
Tchibo verkauft jetzt auch Autos

"Chef-Betrug": 40 Millionen Euro hat der Kabel-Hersteller Leoni offenbar an Betrüger verloren.

Quelle: dpa

Nürnberg. Der Autozulieferer Leoni ist nach eigenen Angaben Opfer eines millionenschweren Betrugs geworden. Unter Verwendung gefälschter Dokumente und Identitäten sowie unter Nutzung elektronischer Kommunikationswege seien Gelder des Unternehmens auf Zielkonten im Ausland transferiert worden, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag überraschend mit. Der Schaden belaufe sich auf einen Abfluss an liquiden Mitteln von insgesamt rund 40 Millionen Euro.

Betrüger gaben sich als Mitarbeiter aus

Ein Sprecher wollte sich auf Nachfrage wegen laufender Ermittlungen nicht zu weiteren Details äußern. Aus dem Firmenumfeld hieß es, jemand habe sich gegenüber Mitarbeitern des Hauses als Leoni-Mitarbeiter ausgegeben und behauptet, "besondere Befugnisse zu haben". Auf diese Weise habe er "bestimmte Geschäftsvorgänge vorbereiten" lassen. Das Besondere sei dabei nicht das Vorgehen der Betrüger an sich, "sondern die Höhe des Schadens", hieß es.

Nach Angaben eines Leoni-Sprechers hat der Vorstand umgehend eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet und prüft derzeit Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. Ebenso sei Anzeige erstattet worden. Die Auswirkungen auf die Ergebnisprognose kann das Unternehmen derzeit noch nicht abschätzen. Die Liquiditätslage des Konzerns sei nicht wesentlich beeinträchtigt.

Das Vorgehen der Täter ähnelt der sogenannten "Chef-Masche", bei der Unbekannte bereits in den vergangenen Monaten andere Unternehmen um große Beträge erleichtert hatten.

Was ist die "Chef-Masche"?

Laut dem Landeskriminalamt NRW handele es sich bei der "Chef-Masche" um eine Weiterentwicklung des berüchtigten Enkeltricks. Dabei meldet sich der vermeintliche Chef oder Finanzchef des Unternehmens "von oberster Stelle" beim zuständigen Buchhalter und drängt zur Eile: Für wichtige Transaktionen müsse dringend Geld überwiesen werden. Der Mitarbeiter wird zu "strikter Geheimhaltung" verpflichtet. Auf diese Weise landen große Geldsummen auf ausländischen Konten. Im Juli bezifferte das FBI den weltweiten Schaden auf 3,1 Milliarden US-Dollar (2,8 Milliarden Euro) in 100 Staaten.

dpa/RND/abr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 80,45 +1,96%
CONTINENTAL 168,02 +1,46%
DELTICOM 16,33 +0,19%
HANNO. RÜCK 100,04 +0,54%
SALZGITTER 31,26 +1,63%
SARTORIUS AG... 69,31 +0,81%
SYMRISE 56,09 -0,35%
TALANX AG NA... 29,91 ±0,00%
TUI 12,47 +0,99%
VOLKSWAGEN VZ 120,40 +1,71%
DAX
Chart
DAX 10.704,50 +1,82%
TecDAX 1.711,50 +1,49%
EUR/USD 1,0656 +1,14%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BASF 83,43 +3,21%
INFINEON 15,73 +2,71%
DAIMLER 63,77 +2,30%
DT. BANK 14,63 -0,68%
RWE ST 11,64 +0,33%
LUFTHANSA 12,19 +0,44%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
AXA IM Fixed Incom RF 139,36%
Polar Capital Fund AF 106,14%

mehr