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Die Deutschen sind in Kauflaune

Marktforschungsstudie Die Deutschen sind in Kauflaune

Den Deutschen wird ja gemeinhin eine gewisse Miesepetrigkeit nachgesagt, doch nicht immer lässt sich dieses Vorurteil empirisch belegen. Jetzt rüttelt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen an dem Bild und kommt zu dem Ergebnis: Die Deutschen blicken optimistischer in die Zukunft als die meisten anderen Europäer.

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Gute Laune: Deutsche geben gerne Geld fürs Outfit aus – und für Urlaub.

Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa

In keinem anderen Land bewerten die Verbraucher demnach die Lage auf dem Arbeitsmarkt so positiv wie in der Bundesrepublik. Und auch die Einschätzung zur Entwicklung der persönlichen finanziellen Situation in den nächsten zwölf Monaten sei überdurchschnittlich, heißt es.

59 Prozent der Befragten schätzen die Arbeitsmarktsituation in der Bundesrepublik in den nächsten zwölf Monaten demnach als gut oder sehr gut ein. Eine so positive Einschätzung herrsche in keinem anderen europäischen Land, heißt es in der Studie. Immerhin 51 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten gut oder sogar sehr gut entwickelt.

Das spiegelt sich im Konsumverhalten wider: Angesichts niedriger Sparzinsen geben die Deutschen ihr Geld gerne aus - vor allem für Kleidung und Urlaub. Wird das Geld doch einmal knapp, sparen 63 Prozent der Befragten in Deutschland zunächst, indem sie beim Lebensmitteleinkauf zu günstigeren Marken wechseln. Erst dann bleiben die Klamotten an den Ständern der Modegeschäfte hängen. In diesem Punkt sind die deutschen Discount-Jäger schon lange anders als die meisten Europäer, die erst einmal weniger Klamotten kaufen oder ihr Freizeitverhalten einschränken, bevor beim Essen gespart wird.

Am optimistischsten sind demnach die Dänen, Deutschland liegt mit Irland auf Platz drei. Ganz ungetrübt ist die Stimmung in der Bundesrepublik allerdings nicht: Die größten Sorgen bereitet den Deutschen der internationale Terrorismus. Da sind sie sich mit dem Rest Europas einig.

Von Erich Reimann

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