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Die Tui bleibt Griechenland treu

Buchungsplus trotz Krise Die Tui bleibt Griechenland treu

Griechenland bleibt trotz der Krise ein zunehmend beliebtes Urlaubsziel der Tui-Kunden. Der Reisekonzern ist Marktführer in Griechenland und verzeichnet für die laufende Sommersaison bisher ein leichtes Buchungswachstum. Offen bleibt die Entwicklung in Tunesien: Noch gibt es nur wenige Abreisen.

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Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Griechenland. Er steuert ein Fünftel der Wirtschaftsleistung bei.

Quelle: dpa/Archiv

Chania. Viele Tote beim Anschlag auf ein Tui-Hotel in Tunesien, schwere Finanzkrise in Griechenland – es sind schwierige Tage für den Reisekonzern. Trotz der Krisen wächst der hannoversche Veranstalter Tui Deutschland nach eigenen Angaben deutlich stärker als der Markt und baut seine Position als Nummer eins im Heimatmarkt aus. In der Wintersaison lag demnach das Umsatzplus bei 3 Prozent – im Sommer stehe bisher sogar ein Plus von 6 Prozent in den Büchern, sagte Vertriebschef Ralf Horter am Montag bei der Präsentation der Kataloge für die nächste Wintersaison in Chania auf Kreta.

Unter den deutschen Veranstaltern liegt die Tui mit knapp 21 Prozent Marktanteil deutlich vorn. Bei 4,4 Milliarden Euro Umsatz rangiere die Rendite inzwischen über 3 Prozent, hieß es. Die Strategie, sich mit exklusiven Konzepthotels von der Konkurrenz und den Preisschlachten im Reisemarkt abzusetzen, zahle sich aus.

Tui: Marktführer in Griechenland

Rund ums Mittelmeer ist die Tui nach eigenen Angaben bereits Marktführer, bei den Fernreisen Nummer zwei. Auch in diesem lukrativen Geschäft will der Konzern aber ganz nach vorne und baut deshalb die Kapazitäten aus. Allein im Sommer liegt das Buchungsplus auf der Fernstrecke derzeit bei 45 Prozent, die deutschen Tui-Gäste zieht es auch wegen noch günstigerer Pauschalpreise besonders in die USA, in die Karibik und nach Mauritius. Für die Wintersaison baut Tui auch durch die Kooperation mit Eurowings die Reiseangebote nochmals aus, allein auf der Mittelstrecke (zum Beispiel Kanaren) bietet Tuifly zusätzliche 100.000 Plätze in den Fliegern an.

Eine Prognose für die weitere touristische Entwicklung in Tunesien wollen die Manager nicht wagen. Dafür sei es zu früh, betonte Tui-Deutschland-Geschäftsführer Oliver Dörschuck. In der Branche wird allerdings damit gerechnet, dass die Buchungen nach dem Terroranschlag sinken werden. Laut Tui Deutschland wünschten allerdings nur rund 120 von 3800 Kunden, die sich derzeit in Tunesien aufhalten, bis zum Wochenende eine vorzeitige Rückreise.

Kreditkarte ins Gepäck

In diesem Jahr wollen rund 2,5 Millionen Deutsche ihren Urlaub in Griechenland verbringen. Der drohende Staatsbankrott habe für die Reisenden bisher kaum Auswirkungen. „Es gibt keine Leistungseinschränkungen“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands. Das Auswärtige Amt rät allerdings, neben Bargeld auch eine Kreditkarte mitzunehmen. Diese könne bei Bedarf benutzt werden, um Mietwagen- oder Hotelrechnungen vollkommen bargeldlos zu begleichen.

Einer der Profiteure der Krisen in Nordafrika war bisher Griechenland, das 2015 auf das dritte Rekordjahr in Folge hofft. Noch ist diese Hoffnung trotz der Eskalation der Schuldenkrise nicht völlig zerstoben, zumal der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig ist, ein Fünftel der Wirtschaftsleistung beisteuert und 750 000 Menschen beschäftigt. Die Tui ist Marktführer in Griechenland und verzeichnet für die laufende Sommersaison bisher ein leichtes Buchungswachstum von einem Prozent nach zuvor zwei starken Wachstumsjahren in der Ägäis.

Meldungen, wonach Buchungen für Griechenland wegen der Zuspitzung der Schuldenkrise und der vorübergehenden Schließung der Banken im Land haufenweise storniert werden, will der Konzern nicht bestätigen. Das sei bisher nicht der Fall und auch kein hinreichender Grund für eine Stornierung, heißt es. Die Zufriedenheit von Griechenland-Urlaubern habe Spitzenwerte erreicht und sei unverändert sehr hoch. Als führender Touristikkonzern könne man die sichere Versorgung von Pauschalurlaubern durch eigene Hotels, Fluglinien und Dienstleister sichern, hieß es.

Von Thomas Wüpper

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