Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Diese Rechte haben Bahnreisende

Zugausfall nach „Xavier“ Diese Rechte haben Bahnreisende

Nach dem Sturmtief „Xavier“ sind viele Züge ausgefallen, noch immer gibt es auf einigen Strecken heftige Verspätungen. Fahrgäste können sich die Kosten für gestrichene Bahnfahrten zurückholen – und haben noch weitere Rechte. Ein Überblick.

Voriger Artikel
Porsche und VW rufen 124 000 Geländewagen zurück
Nächster Artikel
Ostseefischer dürfen weniger fangen

An vielen Bahnhöfen herrschte die vergangenen Tage Chaos: Strecken waren gesperrt, weil Bäume auf die Oberleitungen gekracht waren.

Quelle: Foto: dpa

Berlin. Tagelang ging auf einigen Bahnstrecken nach dem heftigen Sturmtief „Xavier“ gar nichts. Weil Bäume auf die Oberleitungen und auf die Strecke gekracht waren, konnten Züge nicht oder nur eingeschränkt fahren. Auch wenn die meisten Strecken mittlerweile wieder freigegeben sind, kommt es immer noch zu teils heftigen Verspätungen. Welche Rechte betroffene Fahrgäste haben, regelt das Fahrgastrechtegesetz. Ein Überblick:

Welche Rechte habe ich, wenn mein Zug ausfällt?

Fahrgäste können sich den kompletten Ticketpreis zurückerstatten lassen. Zur einfachen Abwicklung gibt es ein sogenanntes Fahrgastrechteformular am Schalter der Deutschen Bahn und auf der Internetseite www.bahn.de zum Ausdrucken (Suchbegriff: Fahrgastrechteformular). Das ausgefüllte Formular müssen betroffene Bahnreisende samt der Fahrkarte oder einer Kopie per Post einsenden (Adresse: Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt/Main.) Außerdem hat die Bahn für Fahrten, die von Sturmschäden betroffen sind, generell die Zugbindung aufgehoben. Fährt ein anderer Zug in die gleiche Richtung, können also auch Reisende mit einem Sparticket auf diesen umsteigen.

Was gilt, wenn der Zug nur verspätet ist?

Ab einer Verspätung von einer Stunde bekommen Fahrgäste 25 Prozent des Fahrkartenwerts erstattet. Kommt der Zug mehr als zwei Stunden zu spät an, zahlt die Bahn die Hälfte des Fahrpreises zurück. Wichtig: Es zählt nicht, mit welcher Verspätung Reisende starten, sondern mit welcher sie am Ziel ankommen. Anderes gilt, wenn Reisende sich entscheiden, von ihrer Fahrt zurückzutreten. Das ist ab einer erwarteten Verspätung von einer Stunde möglich. Fahrgäste können sich dann den gesamten Ticketpreis erstatten lassen. Ein Verspätungsnachweis ist dabei von Vorteil, aber nicht nötig. „Bahnkunden müssen sich die Verspätung nicht auf dem Ticket bestätigen lassen“, erklärt Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. „Es reicht, wenn Sie die Zugnummer kennen.“

Bis wann muss ich die Kostenerstattung beantragen?

Keine Eile. Die Ansprüche können bis zu ein Jahr nach der Fahrt geltend gemacht werden.

Darf ich mir auf Kosten der Bahn ein Taxi nehmen?

Dafür gibt es bestimmte Regeln. Wenn die planmäßige Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr liegt und der Zug mindestens eine Stunde Verspätung hat, dürfen Bahnreisende auf ein Taxi ausweichen. Gleiches gilt, wenn der gebuchte Zug die letzte planmäßige Verbindung des Tages ist und der Zielort auch mit einem anderen Zug nicht bis 24 Uhr erreicht werden kann. Die Taxikosten werden allerdings in der Regel nur bis zu einem Wert von 80 Euro erstattet. Außerdem kann es sein, dass die Bahn von sich aus eine Alternative anbietet – zum Beispiel ein Sammeltaxi mit anderen Fahrgästen. Dann müssen Reisende dieses Angebot annehmen. In jedem Fall sollten Fahrgäste sich, wenn möglich, beim Bahnpersonal informieren, bevor sie in ein Taxi steigen. Auch Hotelkosten werden ersetzt, wenn eine Fortsetzung der Fahrt am selben Tag nicht mehr möglich ist.

Kann ich eine Entschädigung bekommen?

Was bei Flugreisen möglich ist, gilt nicht bei der Deutschen Bahn. „Bahnreisende bekommen keine Entschädigung, auch nicht, wenn sie durch die Verspätung einen wichtigen Termin verpassen“, sagt Naumann.

Und was ist, wenn ich mit einer Privatbahn unterwegs bin?

Nach dem Fahrgastrechtegesetz gelten die aufgeführten Regeln für alle Eisenbahnunternehmen. Naumann erklärt: „Wenn Sie erst eine Strecke beispielsweise mit dem Metronom zurücklegen und dann auf die Deutsche Bahn umsteigen, haben Sie die gleichen Rechte.“ Eine Ausnahme seien jedoch Nahverkehrstarife. „Da gibt es Sonderregelungen der einzelnen regionalen Verkehrsverbünde.“

Von Anne Grüneberg/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 144,10 +0,83%
CONTINENTAL 215,33 +0,01%
TUI 14,72 -0,53%
SALZGITTER 40,52 +0,10%
HANNO. RÜCK 105,55 -0,35%
SYMRISE 64,76 -0,45%
TALANX AG NA... 33,95 -0,25%
SARTORIUS AG... 76,39 -0,08%
CEWE STIFT.KGAA... 79,82 -0,05%
DELTICOM 12,95 ±0,00%
DAX
Chart
DAX 13.015,00 +0,15%
TecDAX 2.519,50 +0,22%
EUR/USD 1,1757 -0,08%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 214,23%
Commodity Capital AF 148,44%
Apus Capital Reval AF 120,91%
FPM Funds Stockpic AF 118,86%
BlackRock Strategi AF 117,27%

mehr