Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Diesel-Fahrverbot auf zwei Hamburger Straßen

Luftreinhalteplan Diesel-Fahrverbot auf zwei Hamburger Straßen

Als erste deutsche Großstadt will Hamburg ältere Dieselfahrzeuge ganzjährig von einzelnen Hauptverkehrsstraßen verbannen. Der Senat hat gestern einen Luftreinhalteplan für die Hansestadt vorgelegt – auf zwei Hauptverkehrsadern werden Dieselfahrzeuge künftig wohl verboten sein.

Voriger Artikel
Fluggesellschaft Alitalia droht Insolvenz
Nächster Artikel
Apple steigert Umsatz und Gewinn

Abgase aus dem Auspuff eines Diesels: Generelle Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge wird es in Hamburg nicht geben. 

Quelle: dpa

Hamburg. Der Luftreinhalteplan für die Hansestadt verzichtet war auf ein generelles Fahrverbot für Dieselautos – auf zwei Hauptverkehrsadern müssen Besitzer von Dieselfahrzeugen künftig aber mit Fahrverboten rechnen.

Betroffen sind laut Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) die Max-Brauer-Allee in Altona und die Stresemannstraße, eine der Einfallstraßen nördlich des Elbtunnels, die bis St. Pauli führt. Dort sollen Autos und Lastwagen, die nicht der aktuellen Euro-6-Norm entsprechen, nicht mehr fahren dürfen. An beiden Straßen waren in den vergangenen Jahren die Grenzwerte für Schadstoffe in der Luft immer wieder überschritten worden.

„Das ist vertretbar, weil für den Durchfahrtsverkehr leistungsfähige Alternativrouten existieren“, begründete die Umweltbehörde das Vorhaben. Unterdessen will VW Milliarden in die Weiterentwicklung des Selbstzünders investieren.

Luft in Hamburg wird jährlich besser

Generell werde die Luft in Hamburg von Jahr zu Jahr besser. Bis auf die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) würden alle Grenzwerte eingehalten. Und der NO2-Grenzwert werde derzeit nur noch an vier der 15 Messpunkte überschritten: An der Max-Brauer-Allee, der Habichtstraße, der Stresemannstraße und an der Kieler Straße.

Mit dem Luftreinhalteplan werde nun sichergestellt, dass auch die Stickoxid-Überschreitungen so schnell wie möglich überwunden würden, zeigte sich die Behörde überzeugt. "Als erste Großstadt legen wir einen Plan vor, der alle Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin berechnet", erklärte Kerstan. "Neu war auch für uns die Erkenntnis, dass die Hintergrundbelastung aus dem Hafen an einigen Straßen am Nordufer der Elbe ein erhebliches Problem für die Luftqualität ist", betonte Kerstan.

Betroffen seien die Palmaille, die Große Elbstraße oder Neumühlen. Dort trage der Hafenhintergrund laut Modellrechnung zu rund 80 Prozent zur NO2-Belastung bei. "Hier lässt sich allein mit Verkehrsmaßnahmen der Grenzwert nicht einhalten", erklärte die Behörde. Stattdessen sei etwa am Burchardkai der HHLA der Einsatz von Flüssiggas geplant, damit Frachter während der Liegezeit ihre Diesel-Motoren abschalten können. Am Terminal Altenwerder soll es eine zusätzliche Landstromanlage geben, ebenso an einem Terminal des Betreibers Eurogate.

Nach Kerstans Überzeugung gäbe es in Hamburg schon heute nur sehr wenige Grenzwertüberschreitungen, würden alle Autos die gesetzlichen Zulassungswerte auf der Straße tatsächlich einhalten. Durch die Maßnahmen des Luftreinhalteplans soll die Zahl der von einer überhöhten Kohlendioxidbelastung betroffenen Menschen nun deutlich sinken. Nach Angaben der Umweltbehörde lag die Belastung mit Stickstoffdioxid 2014 im Jahresmittel an 40,8 Kilometern über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Nach den Rechenmodellen sinke die Zahl der 2014 rund 41 500 betroffenen Menschen bis zum Jahr 2020 auf dann nur noch gut 1300 Personen an Straßenabschnitten von 1,8 Kilometern Länge.

Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte in seinem Urteil vom 5. November 2014 verlangt, einen durchgerechneten neuen Luftreinhalteplan vorzulegen. Dafür wurde eine Frist bis zum 30. Juni 2017 gesetzt. Der Plan soll aufzeigen, mit welchen Maßnahmen schnellstmöglich die EU-Grenzwerte eingehalten werden. Der Plan geht in wenigen Tagen in die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorgeschriebene öffentliche Auslegung und soll nach der Einarbeitung eventueller Stellungnahmen final beschlossen werden.

r./dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 127,75 -0,42%
CONTINENTAL 191,92 -0,31%
TUI 14,52 -0,02%
SALZGITTER 36,50 -1,50%
HANNO. RÜCK 104,57 +0,17%
SYMRISE 61,40 -0,90%
TALANX AG NA... 35,86 +1,57%
SARTORIUS AG... 84,89 +0,70%
CEWE STIFT.KGAA... 75,92 +0,70%
DELTICOM 14,61 +3,50%
DAX
Chart
DAX 12.166,50 +0,01%
TecDAX 2.255,50 -0,14%
EUR/USD 1,1762 +0,30%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

MÜNCH. RÜCK 178,50 +1,55%
RWE ST 20,49 +1,06%
E.ON 9,57 +0,93%
MERCK 90,93 -1,54%
FRESENIUS... 68,78 -1,25%
FMC 79,07 -0,62%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA World Funds Gl RF 164,55%
Structured Solutio AF 123,39%
Crocodile Capital MF 103,59%
Commodity Capital AF 96,81%
Allianz Global Inv AF 95,20%

mehr