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00:24 11.10.2014
Von Stefan Winter
Freistunde, Vertretung, Raumänderung? Mit dem Digitalen Schwarzen Brett sind Schüler schnell informiert.
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Hannover

Irgendwann leuchteten sie dort, wo man vorher faltig geklebte Plakate, knittrige Zettel oder Kreideschrift gesehen hatte: bunte Displays, große Bildschirme, die aus fernen Servern alle Informationen holen, die zu dieser Zeit an diesem Ort gebraucht werden. Das können TV-Nachrichten sein oder Kundenfernsehen, Werbung oder hausinterne Informationen von Raumplänen bis zur Begrüßung von Gästen per Monitor im Firmenfoyer. Auf Flughäfen sieht man sie, in Unternehmen, Behörden, Schulen und Supermärkten.

Es ist ein Wachstumsmarkt nicht nur für die Werbewirtschaft geworden. Vielfach werden die Systeme auch als stets aktuelle Wegweiser genutzt. „Digital Signage“ wird diese Anwendung genannt - digitale Zeichen weisen den Weg. Und von „Digital out of home“ spricht die Werbewirtschaft - Digitales erreicht die Menschen überall.

„Es ist der Bereich, der am stärksten wächst“, sagt Jochen Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbands Außenwerbung - in Deutschland allerdings „von niedrigem Niveau“. Deutlich weiter sei man schon im technikaffinen Asien und in London, dem Nabel der Werbewelt. In Deutschland hätten die Bahnhöfe den Durchbruch gebracht, sagt Gutzeit. Die Ströer-Gruppe, börsennotierter Vermarkter von Außenwerbung, hat mit der Deutschen Bahn einen Exklusivvertrag für die Displays in den Bahnhöfen geschlossen und ist bundesweit auch in den ECE-Einkaufszentren des Otto-Konzerns präsent.

Für Ströer ist digitale Außenwerbung das wichtigste Wachstumsfeld geworden. Im ersten Halbjahr verfünffachte sich der Umsatz in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr - durch Zukäufe, aber auch durch 50 Prozent organisches Wachstum. Nach Angaben der Beratungsgesellschaft Invidis ist der Markt für „Digital Signage“ 2013 in Deutschland um 30 Prozent gewachsen. Für die gesamte Wertschöpfungskette mit Geräten, Software und allen Dienstleistungen errechnet Invidis ein Marktvolumen von mehr als 600 Millionen Euro.

Wegen des flexiblen Einsatzes sehen Experten auch über die reine Werbung hinaus riesiges Potenzial für die Technik und dazugehörige Dienstleistungen. Wartezeiten können die Systeme ebenso verkürzen wie bei der Beratung helfen, Waren präsentieren und Kunden anlocken. Gleichzeitig sind sie jederzeit steuerbar: Der Werbetreibende kann entscheiden, ob er zum Beispiel auf Displays im Bahnhof gerade die morgendlichen Pendler ansprechen will oder am Freitagnachmittag lieber die Wochenendurlauber. Lediglich an öffentlichen Straßen stoße die Technik noch an Grenzen, sagt Gutzeit: Die großen Displays brauchend draußen eine Baugenehmigung - und Bewegtbild an der Straße scheidet vorerst auch aus.

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