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Der Liter Milch kostet nur noch 46 Cent

Aldi und Norma senken die Preise Der Liter Milch kostet nur noch 46 Cent

Die Verbraucher wird es freuen, die Bauern nicht: Die Preise für Milch, Butter und Sahne sind noch einmal kräftig gefallen. Gleich mehrere Lebensmittelhändler setzten am Montag bei Milchprodukten den Rotstift an.

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Tetra-Packs einer Handelsmarke von Aldi Süd: Die Preise für Milch, Butter und Sahne sind wieder kräftig gefallen.

Quelle: Andreas Gebert/dpa

Essen/Mülheim. Diese Preissenkung fällt deutlich aus: Der Discount-Marktführer Aldi und sein kleinerer Konkurrent Norma senkten die Preise für einen Liter frische Vollmilch von 59 auf 46 Cent – ein Preisabschlag von fast 25 Prozent. Das 250-Gramm-Paket Butter verbilligte sich von 75 auf 70 Cent. Auch Schlagsahne, Kondensmilch, Kräuterquark und Joghurt wurden günstiger.

Vor allem der Schritt von Aldi ist wichtig: Denn Preissenkungen des Discount-Marktführers haben in der Regel Auswirkungen auf den gesamten Handel. Viele Wettbewerber orientieren sich im Preiseinstiegsbereich an der Nummer eins unter den Billiganbietern. Erst vor wenigen Wochen hatten Bauern auf zahlreichen Protestaktionen gegen die Niedrigpreise im Handel demonstriert.

Milchbauern kämpfen mit sinkenden Preisen

Aldi Nord begründete die Rotstiftaktion mit dem Überangebot auf dem weltweiten Milchmarkt. Die Molkereien hätten deshalb die Milch billiger angeboten, und es gehöre zu den Grundsätzen der Preispolitik des Unternehmens, günstigere Einkaufspreise an die Verbraucher weiterzugeben. Der Lebensmitteleinzelhandel sei nicht für das aktuelle Überangebot an Rohmilch verantwortlich.

Die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern haben bereits dazu aufgerufen, weniger Milch zu produzieren. Der Bund soll den Milchbauern dafür nach dem Willen der Länder Hilfen zahlen oder diese bei der EU "einwerben". Seit dem Auslaufen der Milchquote in der EU vor gut einem Jahr kämpfen die Milchbauern mit sinkenden Preisen. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht.

dpa/afp/wer

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