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Deutschland / Welt Dübel-Erfinder Artur Fischer ist tot
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11:25 29.01.2016
Artur Fischer mit einem von seiner Firma hergestellten Dübel, aufgenommen in den 1960-er Jahren. Quelle: Fotoreport Fischer/dpa
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Waldachtal

Fischer wurde mit seinen Kunststoff-Dübeln und dem "Fischertechnik"-Baukasten weltweit bekannt. Mehr als 1100 Patente und Gebrauchsmuster hat er in Deutschland angemeldet, darunter das Blitzlicht für Fotoapparate.

Fischer wurde in Waldachtal-Tumlingen geboren, dort lebte er auch bis zum Schluss. Nach Realschulabschluss und Schlosserlehre musste der junge Mann zunächst in den Krieg. Die Erfindung des Synchron-Blitzes ermöglichte ihm den Aufbau einer eigenen Firma, die er 1948 in seiner Schwarzwald-Heimat gründete.

Zehn Jahre später gelang ihm mit dem Dübel der nächste Coup. Fischer schuf auch Stahlanker, Bohrgeräte und zementgebundene Befestigungen.

"Ich hatte immer Partner, die mir vertraut haben"

Auch im hohen Alter machte er sich noch fast jeden Tag Gedanken darüber, mit welchen neuen Entwicklungen er die Welt beglücken könnte. Das Europäische Patentamt zeichnete ihn 2014 mit dem Erfinderpreis in der Kategorie Lebenswerk aus.

"Ganz wichtig sind Partner - und Vertrauen", sagte Fischer einmal in einem Interview über den Grund für seinen Erfolg. "Ich hatte immer Partner, die mir vertraut haben, die mich mit Ideen und Geld unterstützt haben."

Und wie kam er auf seine Erfindungen? "Indem man ein Defizit erkennt", meinte Fischer. "Zweite Voraussetzung ist, dass man sich in ein Thema einlebt, das man nicht kennt." So sei es auch bei seiner wohl wichtigsten Erfindung gewesen, dem Dübel.

dpa

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