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E-Autos: Klimavorteile erst ab
 100.000 Kilometer

Umweltbilanz E-Autos: Klimavorteile erst ab
 100.000 Kilometer

In der Umweltbilanz schneiden Elektroautos schon heute besser ab als Verbrenner – wenn man Modelle mit relativ geringer Reichweite wählt und von einer hohen Lebensdauer ausgeht. Das zeigen neue Forschungsergebnisse des Heidelberger Ifeu-Instituts und des Freiburger Öko-Instituts. 

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Kilometerzähler im Auto: Elektrofahrzeuge haben eine bessere Energiebilanz als Verbrenner – wenn der Wagen lange gefahren wird.

Quelle: imago

Hannover. „Heute gekaufte E-Autos haben einen Klimavorteil von 10 bis 20 Prozent gegenüber Dieselmodellen“, sagt der Physiker Julius Jöhrens vom Ifeu-Institut.

Noch vor wenigen Jahren sah das anders aus: In einer Ifeu-Studie mit Daten aus den Jahren 2014 und 2015 lagen E-Autos gleichauf mit Dieselmodellen. „Seitdem hat sich bei der E-Mobilität aber extrem viel getan“, sagt Jöhrens. Er hat deshalb das damals verwendete Berechnungsmodell mit neuen Daten zu Fahrzeugtypen und zur Stromerzeugung gefüttert.

Das zentrale Ergebnis lautet: Ab einer Laufleistung von etwa 100 000 Kilometern haben E-Autos der Kompaktklasse eine bessere Klimabilanz als vergleichbare Diesel neuester Generation. Angenommen werden eine Lebensdauer von 13 Jahren, eine Gesamt-Laufleistung von 170 000 Kilometern und eine Fortsetzung der Energiewende nach aktueller Gesetzeslage. Benziner schneiden in dem Szenario am schlechtesten ab.

Das Ergebnis gilt laut Jöhrens für E-Autos mit einer „realen Reichweite“ von 200 Kilometern wie der VW E-Golf, BMW i3 oder Hyundai Ioniq. 2015 betrachteten er und seine Kollegen E-Autos mit kleinerer Batterie und einer realen Reichweite von nur 100 Kilometern. Die neuen E-Autos sind also trotz größerem und schwererem Akku klimafreundlicher als die alten. „Das liegt vor allem an der höheren Energiedichte der Batterien und dem höheren Anteil erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung“, erläutert Jöhrens. Die Herstellung der Batterien kostet vergleichsweise viel Energie.

Gesamter CO2-Ausstoß sinkt

Auch die Forscher des Freiburger Öko-Instituts sehen in einer aktuellen Studie Umweltvorteile aufseiten der E-Autos. Sie haben untersucht, wie sich die CO2-Emissionen durch die Elektromobilität in Deutschland insgesamt entwickeln. Die Analyse zeige, „dass Elektromobilität bereits heute eine vorteilhaftere Klimabilanz hat“, schreiben die Forscher. „Und das, obwohl der heutige Strommix nur zu gut 30 Prozent aus erneuerbaren und noch zu knapp 70 Prozent aus fossilen Energieträgern sowie Kernenergie besteht.“

Für das Jahr 2030 erwarten sie, dass durch jede Tonne CO2, die für die Nutzung von E-Autos erzeugt wird, gleichzeitig zwei Tonnen eingespart werden. Dabei gehen sie davon aus, dass dann 4,8 Millionen Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb auf deutschen Straßen fahren werden. Da diese nicht nur mit Wind- oder Solarstrom geladen werden, würde der CO2-Ausstoß konventioneller Kraftwerke um rund drei Millionen Tonnen CO2 steigen. Im Verkehrssektor würden gleichzeitig aber rund sechs Millionen Tonnen der klimaschädlichen Abgase eingespart werden.

Das Öko-Institut betont, dass
E-Autos ihren Vorteil durch den Ausbau erneuerbarer Energien ausbauen könnten. „Wenn durch die Elektromobilität künftig der Strombedarf wächst, müssen die benötigten Mengen für den Ausbau nach oben gesetzt werden“, sagt Umweltforscher Peter Kasten.    

Von Christian Wölbert  

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