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EU eröffnet neues Verfahren gegen Google

Behinderung von Wettbewerbern? EU eröffnet neues Verfahren gegen Google

Die EU-Kommission hat ein neues Wettbewerbsverfahren gegen den US-Internetriesen Google eröffnet. Konkret geht es um die Online-Werbung: Die Kommission sieht die Werbemöglichkeiten von Wettbewerbern durch Google behindert.

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Die EU-Wettbewerbshüter nehmen nun auch Googles Online-Werbung ins Visier.

Quelle: dpa

Brüssel. Die EU-Kommission weitet ihr Wettbewerbsverfahren gegen den US-Internetriesen Google aus. Konkrete Vorwürfe gibt es nun auch im Anzeigengeschäft, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Das ist die zentrale Einnahmenquelle von Google sowie des Mutterkonzerns Alphabet.

Zehn Wochen Zeit für eine Erklärung

"Wir haben auch Bedenken geäußert, dass Google den Wettbewerb behindert, indem es die Möglichkeiten für Wettbewerber begrenzt, Suchmaschinenwerbung auf Websites Dritter zu platzieren", sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

Die Komission stört sich unter anderem daran, dass Kunden Google eine Mindestzahl von Suchmaschinenanzeigen abnehmen und dafür auf ihren Websites den am besten sichtbaren Platz reservieren müssten.

Außerdem dürfe konkurrierende Suchmaschinenwerbung weder über noch neben Googles Suchmaschinen-Anzeigen platziert werden, erklärte die Kommission. Der Konzern hat nun zehn Wochen Zeit für eine Stellungnahme.

Google zum dritten Mal im EU-Blickpunkt

Es ist der dritte Bereich, in dem die Kommission Google in einem sogenannten "Statement of Objections" unfairen Wettbewerb vorwirft und Änderungen fordert. In den ersten beiden Verfahren, die auf diese Eskalationsstufe kamen, geht es um Shopping-Angebote und das weltweit dominierende Betriebssystem Android.

Rund 90 Prozent der Google-Umsätze von 74,5 Milliarden Dollar kamen im vergangenen Jahr aus dem Geschäft mit Online-Werbung.

afp/dpa/RND/zys

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