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EZB hält Leitzins bei 0,05 Prozent

Keine weitere Geldflut EZB hält Leitzins bei 0,05 Prozent

Die Fed in den USA hat vor einiger Zeit den Leitzins erhöht, Europas Währungshüter legen - erst einmal - nicht nach. Dass das viele billige Geld bislang nicht im gewünschten Maß in der Wirtschaft ankommt, dürfte E ZB-Chef Draghi allerdings Sorgen machen.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an ihrem Kurs des extrem billigen Geldes zunächst unverändert fest. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bleibt auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat nach Angaben der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt. Der Strafzins für Geld, das Banken über Nacht bei der Notenbank parken, beträgt weiterhin 0,3 Prozent.

Erst im Dezember hatten die Währungshüter ihren Kurs verschärft. Das vor allem in Deutschland umstrittene milliardenschwere Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren ("Quantitative Easing"/QE) wurde um ein halbes Jahr verlängert. Die EZB will nun bis mindestens März 2017 monatlich 60 Milliarden Euro in die Märkte pumpen. Zudem verschärfte die EZB den Strafzins für Bankeinlagen, das soll die Kreditvergabe ankurbeln.

Doch weil die Inflation trotz der Maßnahmen nach wie vor nur knapp über der Nullmarke dümpelt - für Dezember errechnete das EU-Statistikamt Eurostat eine Jahresrate von 0,2 Prozent - wurden Hoffnungen auf eine Ausweitung der EZB-Geldflut laut. Der Ölpreisrutsch spricht zusätzlich gegen rasch steigende Verbraucherpreise - und nährt am Markt die Hoffnung, dass die EZB nochmal nachlegt.

Die meisten Volkswirte rechnen damit, dass sich EZB-Präsident Mario Draghi weiterhin alle Optionen offenhalten wird, es aber vermeiden wird, eindeutige Signale zu senden. Vor der Dezember-Sitzung waren die Erwartungen derart in die Höhe geschnellt, dass viele Marktteilnehmer im Nachhinein enttäuscht reagierten.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer kann sich eine weitere Lockerung der Geldpolitik schon im März vorstellen. Dann legt die EZB ihre neuen Prognosen für Inflation und Wachstum vor. "Wir erwarten, dass die EZB 2016 die Geldpolitik noch einmal lockert, weil die Kernteuerungsrate anders als von der Notenbank erhofft nicht anziehen wird und die EZB auch hinsichtlich der Konjunktur zu optimistisch ist", erklärte Krämer. "Für weitere Maßnahmen spricht auch, dass sich QE als wenig effektiv erwiesen hat."

Das viele billige Geld soll über Banken als Kredite bei Unternehmen und Verbrauchern ankommen und die Wirtschaft anschieben. Zudem soll die Geldflut die Inflation wieder in Richtung der Zwei-Prozent-Marke treiben, bei der die EZB die Preisstabilität gewahrt sieht. Ökonomen halten dauerhaft niedrige Preise für eine Konjunkturgefahr: Verbraucher und Firmen könnten Investitionen in Erwartung weiter sinkender Preise aufschieben. Doch trotz des vielen billigen Geldes ist die Inflation weiterhin im Keller, die Konjunktur im Euroraum erholt sich nur schleppend.

dpa

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