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EZB sorgt für traumhaft billiges Baugeld

Immobilienfinanzierung EZB sorgt für traumhaft billiges Baugeld

Die Europäische Zentralbank macht es möglich: Wer heute den Kauf einer Immobilie finanzieren will, findet traumhafte Bedingungen vor. Die Zinsen für Baugeld liegen wieder in der Nähe ihres Rekordtiefs vom Frühjahr 2015.

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Darlehen für ein Eigenheim: Die Zinsen sind so fast so niedrig wie vor einem Jahr.

Quelle: Arne Dedert

Hannover. Allein im Januar ist das Zinsniveau um etwa 0,2 Prozentpunkte gefallen, wie der Finanzierungsvermittler Interhyp festgestellt hat. So bekommt man heute zehnjährige Darlehen für rund 1,5 Prozent Jahreszins. Bei guter Bonität sind bei einzelnen Anbietern sogar noch deutlich geringere Sätze drin. Zum Beispiel berechnet die Sparkasse Hannover für Darlehen mit zehnjähriger Festschreibung jetzt nur noch 1,35 Prozent. Damit sind die Zinssätze nicht mehr weit von dem Allzeittief von Ende April 2015 entfernt. Und Darlehen mit 15-jähriger Zinsbindung gibt es wieder für rund 2 Prozent, teilweise auch darunter.

Die extrem niedrigen Zinsen machen Wohneigentum teils auch für Kleinverdiener erschwinglich. Schließlich ist ein Zehnjahresdarlehen in Höhe von 200 000 Euro bei günstigen Anbietern schon für eine Monatsrate von etwas mehr als 400 Euro zu haben - allerdings bei einem Prozent Tilgung. Dann dauert es jedoch eine Ewigkeit, bis das Darlehen abbezahlt ist. Wer vermeiden will, dass noch die Enkel am Kredit knabbern, wählt - so die Empfehlung aller Experten - eine höhere Anfangstilgung von 2 oder besser noch 3 Prozent. Dann steigt die Monatsrate im Beispielsfall auf etwas weniger als 600 beziehungsweise rund 750 Euro.

Die schon seit Längerem extrem nierigen Zinsen haben die Nachfrage nach Baugeld bei den Kreditinstituten angefacht. Das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen gilt derzeit in vielen Häusern als Hauptertragsbringer.

Zu verdanken ist das Billiggeld der Europäischen Zentralbank. Sie hatte zuletzt im Dezember ihre ohnehin schon extrem lockere Geldpolitik weiter gelockert - und das dürfte nicht der letzte Schritt gewesen sein. EZB-Chef Mario Draghi kündigte kürzlich an, dass die europäischen Währungshüter die Geldschwemme noch ausweiten wollen, wenn die Inflation nicht in Gang kommt. Die EZB strebt höhere Teuerungsraten an, um die Konjunktur in Europa stärker in Schwung zu bringen. Zu der Politik des billigen Geldes gehören auch Negativzinsen für Einlagen der Banken und Sparkassen bei der EZB, um diese zu einer stärkeren Kreditvergabe anzuregen.

Marktexperten erwarten daher keine baldige Wende bei den Zinsen. Die Baugeldkonditionen könnten damit weiterhin günstig bleiben.

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