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Deutschland / Welt Edeka muss Millionenbußgeld zahlen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Edeka muss Millionenbußgeld zahlen
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17:09 15.12.2016
Illegale Absprechen beim Bierpreis: Nun muss Edeka 18,3 Millionen Euro zahlen. Quelle: dpa
Bonn

Wegen illegaler Absprachen über Bierpreise hat das Bundeskartellamt Millionen Bußgelder gegen zwei Edeka-Handelsgesellschaften verhängt. Die Edeka Handelsgesellschaft Nord und die Edeka Handelsgesellschaft Hessenring müssten zusammen 18,3 Millionen Euro zahlen, teilte die Behörde am Donnerstag in Bonn mit. Sie hätten sich von 2006 bis 2009 an Preisabsprachen der Großbrauerei Anheuser Busch InBev und mehrerer weiterer Händler beteiligt.

Bundeskartellamt verhängt 260,5 Millionen Euro an Geldbußen

Laut Bundeskartellamt werden mit den Geldbußen die letzten noch offenen Verfahren in einem Mammutfall beendet, in dem die Wettbewerbshüter über Jahre ermittelten. Dabei geht es um Preisabsprachen zwischen zahlreichen Lebensmittelherstellern und -händlern zu diversen Produkten.

Insgesamt verhängt das Bundeskartellamt 260,5 Millionen Euro an Geldbußen, davon allein 112 Millionen in Zusammenhang mit Bier von Anheuser Busch InBev.

Neben Bier wurden laut der Behörde vor allem Strafen wegen Preisabsprachen bei Süßwaren und Kaffee verhängt. Weitere betroffene Produktgruppen waren Tiernahrung, Körperpflegeprodukte sowie Nahrung und Kosmetika für Babys. Es handelte sich um „einen der umfangreichsten Verfahrenskomplexe in der Praxis des Bundeskartellamts“.

Illegale Preisabsprachen nicht nur bei Edeka

Die allermeisten verhängten Geldbußen sind demnach schon rechtskräftig. Lediglich die Drogeriekette Rossmann habe Einspruch eingelegt. Die beiden zuletzt bestraften Edeka-Handelsgesellschaften können dies noch tun; entscheiden müsste dann das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt kündigte als Konsequenz aus dem Mammutverfahren ein Hinweispapier an, in dem „möglichst praxisnah und an Hand von Beispielen die Möglichkeiten und Grenzen der Abstimmung zwischen Händlern und Herstellern“ aufgezeigt würden. Zugleich betonte er, die Verfolgung ähnlicher Fälle werde „auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit des Bundeskartellamts sein“.

Von RND/afp

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