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Mehr Wohnung fürs Gehalt

Einkommen steigt stärker als Miete Mehr Wohnung fürs Gehalt

Die Wohnungsmieten sind in Deutschland in den vergangene Jahren im Schnitt kräftig gestiegen. Da sich jedoch auch die verfügbaren Einkommen in der gleichen Zeit deutlich erhöht haben, hat sich die Kostenbelastung der Haushalte keineswegs überall erhöht. Oft ist sie sogar gesunken, wie eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) ergeben hat.

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In vielen Regionen Deutschlands können sich die Menschen größere Mietwohnungen leisten als noch vor sechs Jahren.

Quelle: Armin Weigel/dpa

Köln. Niedersachsen ist mit den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Göttingen sowohl bei den äußerst günstigen als auch bei den sehr teuren Standorten dabei.

Die Forscher des wirtschaftsnahen Institutes nahmen die Entwicklung der Mieten sowie der verfügbaren Einkommen in den rund 400 Landkreisen sowie kreisfreien Städten unter die Lupe. Dabei stellten sie die Frage: Wie viel Wohnfläche kann sich ein Haushalt im Durchschnitt für 25 Prozent des verfügbaren Einkommens leisten? Bei der Rechnung wurden also neben den Mieten auch die Einkommen in der jeweiligen Region berücksichtigt, die ebenfalls sehr stark differieren.

"München ist kaum bezahlbar"

Am besten schnitt in dieser Rechnung der Landkreis Dingolfing-Landau ab. Hier kann man sich für 25 Prozent des Durchschnittseinkommens eine 126 Quadratmeter große Mietwohnung leisten. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass in dem Kreis nordöstlich von München Löhne auf Münchener Niveau gezahlt werden, die Mieten aber weit niedriger sind als in der bayerischen Landeshauptstadt.

Auf Platz zwei folgt aber schon der Kreis Lüchow-Dannenberg mit 121 Quadratmetern. Nach IW-Angaben zeichnet er sich durch die deutschlandweit niedrigsten Mieten von nur 3,70 Euro pro Quadratmeter aus. Als teuerster der untersuchten Landkreise erwies sich Göttingen, wo der Durchschnittsverdiener sich nur 77 Quadratmeter Wohnfläche leisten kann. Eine hohe Mietbelastung findet sich auch in anderen Universitätsstädten. In den kreisfreien Großstädten wie Freiburg, Heidelberg und Würzburg kann man sich mit 61 bis 64 Quadratmeter sogar noch deutlich weniger leisten als in Göttingen. Am höchsten ist die Mietbelastung allerdings im pfälzischen Trier, dort kann der Durchschnittseinwohner mit 25 Prozent seines Einkommens nur 59 Quadratmeter bewohnen. Die Stadt beherbergt nicht nur eine Universität, sondern ist zugleich durch eine schwache Wirtschaft und damit besonders niedrige Einkommen geprägt. Nach IW-Angaben hat der Durchschnittshaushalt in Trier nur 31 000 Euro Kaufkraft, verglichen mit 70 400 Euro im Millionärs-Landkreis Starnberg.

In der Region Hannover reicht es für 89 Quadratmeter

Der Durchschnittshannoveraner kann sich heute mit 25 Prozent seines Einkommens eine 89-Quadratmeter-Mietwohnung leisten – sogar einen Quadratmeter mehr als im Jahr 2010. Der Aussagegehalt ist allerdings dadurch eingeschränkt, dass es sich um eine Rechnung für die Region Hannover handelt. Für die Stadt Hannover allein dürften die Zahlen anders aussehen, da hier das Mietniveau deutlich stärker gestiegen ist als außerhalb.

Im Durchschnitt kann sich ein Haushalt heute laut IW in Deutschland 94 Quadratmeter Wohnfläche leisten, wenn er nicht mehr als 25 Prozent seines Nettoeinkommens aufwenden will. Das seien zwei Quadratmeter mehr als vor sechs Jahren. Allerdings räumen die IW-
Experten selbst ein, dass in etlichen großen Städten wie Berlin und Stuttgart die Belastung spürbar gestiegen ist. Dennoch seien auch dort „keine erheblichen Verwerfungen in den Wohnkostenrelationen zu erkennen“.

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