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Eon behält Kernenergie doch im Konzern

Keine Auslagerung Eon behält Kernenergie doch im Konzern

Angesichts des geplanten neuen Haftungsgesetzes der Bundesregierung ändert der Energiekonzern Eon seine Strategie und behält die Kernkraftwerke nun doch im Konzern. Mit dieser Entscheidung beuge Eon Risiken vor, erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen am Mittwoch.

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Wird nicht ausgegliedert: Die Kernenergie-Sparte von Eon – hier das Kraftwerk Brokdorf.

Quelle: dpa

Die Bundesregierung will mit dem neuen Gesetz verhindern, dass sich Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung für die Kosten des Rückbaus von Kernkraftwerken und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle stehlen können. Bislang endet die sogenannte gesamtschuldnerische Nachhaftung fünf Jahre nach einer Konzernspaltung.

Eon betreibt in Deutschland noch drei Kernkraftwerke und hält Minderheitsbeteiligungen an drei weiteren. Der Anteil der deutschen Kernenergie an der Energieerzeugung liege bei rund acht Prozent, erklärte das Unternehmen. Eigentlich sollte die Atomsparte zum Jahreswechsel in eine neue Gesellschaft namens Uniper ausgelagert werden - zusammen mit der konventionellen Energiegewinnung aus Kohle und Gas. Die Kernmarke Eon sollte sich auf die Sparten erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren.

Diesen Plan gibt Eon nun auf. Die Abspaltung von Uniper erfolge dennoch "aus heutiger Sicht im Zeitrahmen". Eon habe "nicht auf etwaige politische Entscheidungen warten können und wollen, die die Abspaltung verzögern könnten", erklärte Vorstandschef Teyssen. Deshalb sei "aktives Handeln" geboten. Der Konzernchef kritisierte das geplante Gesetz scharf. In der globalen Wirtschaftswelt gebe es bei der Auftrennung von Eigentum kein vergleichbares Vorgehen für eine Haftungsregelung ohne Beschränkung. Deutschland schlage einen "Sonderweg" ein; das Gesetz wäre "voraussichtlich verfassungswidrig".

afp

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