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Fallende Preise: Ein Segen für Verbraucher

Preiskampf im Einzelhandel Fallende Preise: Ein Segen für Verbraucher

So sieht dann wohl das Verbraucher-Paradies aus: Im zurückliegenden Quartal sind die Tariflöhne in Deutschland sechsmal schneller gestiegen als die Preise. Grund sind abermals gefallene Energiekosten sowie eine durch den aktuellen Preiskampf im Einzelhandel niedrige Inflation bei Nahrungsmitteln.

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Die Teuerung nähert sich der Nulllinie: Die Preise sind auf Talfahrt, während die Konsumenten spürbar mehr Geld in der Tasche haben.

Quelle: dpa

Hannover/Wiesbaden. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt am Freitag vorgelegt hat. Inzwischen nähert sich die Teuerung der Nulllinie – im August betrug sie vorläufigen Schätzungen zufolge lediglich 0,2 Prozent. 

Bei Benzin und Nahrungsmitteln können sich die Verbraucher auf weitere Verbilligungen einstellen. Die Kaffeekette Tchibo kündigte gestern an, für die meisten Sorten die Preise um 30 Cent pro Pfund zu senken – das entspricht je nach Produkt einem Minus von bis zu 6 Prozent. Als Grund werden die niedrigen Kaffeepreise an den Rohstoffbörsen genannt. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Drogeriemarktführer dm bundesweit mehr als 800 Artikel verbilligt hat – als Reaktion auf den verschärften Wettbewerb der Discounter. Einen ähnlichen Schritt ist bereits auch der Burgwedeler dm-Konkurrent Rossmann gegangen.

Die Talfahrt der Preise trifft auf Konsumenten, die deutlich mehr Geld in der Tasche haben – so sie nach Tarif bezahlt werden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die monatlichen Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 3,1 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise dagegen nur um 0,5 Prozent.
Die Entwicklung fiel in einzelnen Wirtschaftszweigen allerdings sehr unterschiedlich aus. Mit am stärksten erhöhten sich die Tarifverdienste im Vergleich zum Vorjahresquartal in Bereichen, in denen überwiegend nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD) bezahlt wird. Dort greifen nun die in der letzten Tarifrunde vereinbarten Erhöhungen. So werde beispielsweise im Gesundheits- und Sozialwesen 3,7  Prozent mehr bezahlt als im Vorjahr. Überdurchschnittliche Erhöhungen gab es auch bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (3,4 Prozent) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (3,3 Prozent). Deutlich geringere Tarifanstiege waren in den Bereichen Handel (1,0 Prozent) sowie Grundstücks- und Wohnungswesen (0,6 Prozent) zu verzeichnen.

Real – also nach Abzug der Teuerung – steigen die Arbeitseinkommen der meisten Tarifbeschäftigten in Deutschland aber: Die Tarifparteien haben 
Lohnabschlüsse deutlich über der Inflationsrate vereinbart, die Verbraucherpreise erhöhen sich hingegen kaum. „Eine niedrige Inflationsrate oder gar fallende Preise sind ein Segen für die Verbraucher in Deutschland“, sagte ING-Diba-Chefökonom Carsten Brzeski. Zumal sich der jüngste Absturz der Ölpreise bereits an den Tankstellen bemerkbar macht. Nach Zahlen des ADAC kostet ein Liter E10 derzeit 1,363 Euro, ein Monat zuvor waren es noch 1,447 Euro.    

Von Lars Ruzic und Harald Schmidt

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