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DeinBus.de meldet Insolvenz an

Fernbusanbieter DeinBus.de meldet Insolvenz an

Auf dem Fernbusmarkt herrscht ein harter Preiskampf. Angesichts der Streiks bei der Bahn stieg zwar die Nachfrage. Ein Anbieter hat nun aber Insolvenz angemeldet.

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Der Marktanteil von DeinBus.de liegt bei zwei Prozent

Quelle: dpa

Offenbach. Im hartumkämpften Fernbusmarkt wird es für die kleinen Anbieter immer enger: Nachdem im Oktober der Frankfurter Anbieter city2city den Betrieb eingestellt hat, musste nun das Offenbacher Unternehmen DeinBus.de Insolvenz anmelden. Das Amtsgericht Offenbach eröffnete das Insolvenzverfahren am 4. November, wie auf einem Justizportal nachzulesen ist. Die „Wirtschaftswoche“ hatte über die Insolvenz des Fernbusanbieters berichtet.

Der Fernbus-Markt boomt seit der Liberalisierung zum Jahresbeginn 2013, zuletzt auch wegen beim mehrtägigen Bahnstreik - allerdings herrscht in der Branche ein harter Preiswettbewerb. Das von Studenten gegründete Unternehmen DeinBus.de gilt als einer der Pioniere bei Fernbussen. 2011 hatte das Landgericht Frankfurt laut Bericht eine Unterlassungsklage des Bahnkonzerns gegen die kleine Firma abgewiesen. Die GmbH hatte bereits seit Dezember 2009 im Internet Busfahrten angeboten. Der Marktanteil von DeinBus.de liegt bei zwei Prozent.

Formaler Grund für den Insolvenzantrag sei Überschuldung und drohende Zahlungsunfähigkeit, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Feketija am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Hintergrund sei aber der Preiskampf zwischen den Fernbusanbietern. „In der Branche wird mit harten Bandagen gekämpft.“ Die großen Mitbewerber, hinter denen oft finanzstarke Konzerne steckten, drehten kräftig an der Preisschraube. „Hinter DeinBus steht kein großer Investor, das ist ein unabhängiger Pionier.“

Für die Zukunft des Unternehmens mit rund 25 Mitarbeitern hat Feketija Hoffnung. „Wir haben noch Luft für eine Weile.“ Mit den Busunternehmern, habe man sich vorerst geeinigt. Derzeit könnten die knapp zwei Dutzend Linien weiter bedient werden. Eigene Busse setzten die Offenbacher nicht ein: Sie verkaufen Tickets, die Strecken werden von mittelständischen Busunternehmern bedient. Nun gehe es darum, möglichst schnell einen Investor zu finden, sagte der Anwalt. „Ich sehe das Glas halb voll.“

City2City hatte seinen Betrieb Mitte Oktober einstellt. Als Grund hatte eine Sprecherin des Anbieters die niedrigen Ticketpreise auf dem Markt genannt. City2City habe keine Möglichkeit gesehen, in Deutschland ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Man sei zwar das erste, aber sicher nicht das letzte Fernbus-Unternehmen, das den Betrieb einstelle.

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