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Fiat will Ferrari an
der Börse versilbern

Umbau im Konzern Fiat will Ferrari an
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Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne lässt bei dem Autokonzern keinen Stein auf dem anderen. Nun soll die Sportwagentochter Ferrari ausgegliedert werden. Der Umbau geht in großen Schritten weiter.

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An der Börse sorgten die Aussicht auf eigene Ferrari-Aktien für Furore: Fiat-Chrysler-Papiere schossen in Mailand nach oben und mussten zeitweise vom Handel ausgesetzt werden.

Quelle: dpa

Mailand. Der Autobauer Fiat-Chrysler will seine Sportwagentochter Ferrari abspalten und an die Börse bringen. Damit treibt Konzernchef Sergio Marchionne kurz nach der Fusion mit Chrysler den Umbau weiter voran. Fiat kündigte den Börsengang von Ferrari am Mittwoch nach einer Sitzung des Verwaltungsrats an. An der Börse wurde das Vorhaben bejubelt. Der Plan sieht vor, dass 10 Prozent der Ferrari-Aktien auf den Markt kommen und die übrigen Anteile an die Fiat-Chrysler-Aktionäre gehen.

Wie viel der Ferrari-Anteil wert ist, wollte Marchionne nicht beziffern: „Aber ich glaube, wir werden alle angenehm überrascht sein, wenn die Platzierung läuft.“ Vorausgegangen war ein Machtkampf zwischen dem wenig konfliktscheuen Italo-Kanadier und dem langjährigen Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, der am Ende den Kürzeren zog. Marchionne leitet den Sportwagenbauer nun selbst und will ihn in der Formel 1 wieder in die Erfolgsspur führen. „Ein Ferrari, der auf der Rennstrecke nicht gewinnt, ist kein Ferrari“, sagte er jüngst beim Pariser Autosalon. Es ging aber nicht nur um die sportliche Bilanz. Marchionne sieht Ferrari im Konzern als unterbewertet an. Den Kern von Ferrari werde der Chefwechsel nicht verändern, hatte Marchionne auf dem Autosalon noch beteuert – aber die Besitzverhältnisse des Unternehmens offensichtlich sehr wohl.

Marchionne, der angeblich selbst ein halbes Dutzend Ferrari-Modelle in seiner Garage stehen hat, krempelt den italienischen Autobauer komplett um: Erst vor zwei Wochen wurde die Fusion mit der US-Tochter Chrysler abgeschlossen, 48 Milliarden Euro Investitionen sollen unter anderem der Marke Alfa Romeo neues Leben einzuhauchen.

Angesichts der anstehenden Aufgaben und mit Blick auf die Belange der Aktionäre bezeichnetete Marchionne es am Mittwoch als angemessen, „dass Fiat-Chrysler und Ferrari unterschiedliche Wege gehen“. Verwaltungsratschef John Elkann betonte, die Ausgliederung des Sportwagenherstellers werde gemeinsam mit dem Börsenstart von Fiat-Chrysler an der Wall Street „das in Ehren gehaltene italienische Erbe“ bewahren.

von Daniel Rademacher und Max-Morten Borgmann

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