Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Verdi droht Karstadt mit härterer Gangart

Arbeitskampf Verdi droht Karstadt mit härterer Gangart

Säbelrasseln bei Karstadt: Die Gewerkschaft Verdi droht mit einem harten Arbeitskampf, nachdem die Warenhauskette aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen ist. Auch Investor Berggruen steht weiter in der Kritik von Verdi.

Voriger Artikel
Staffelübergabe bei Madsack
Nächster Artikel
Urlaubsgrüße werden günstiger

Verdi plant weitere Streiks gegen den Karstadt-Konzern.

Quelle: dpa (Archiv)

Essen. Im festgefahrenen Tarifkonflikt beim 20 000 Mitarbeiter zählenden Warenhauskonzern Karstadt droht die Gewerkschaft Verdi mit einer härteren Gangart. "Wenn es in Tarifverhandlungen keine Einigung gibt, steht am Ende der Arbeitskampf. Auch bei Karstadt werden wir darüber beraten, ob wir den Druck erhöhen müssen", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger im Interview mit "Focus Online". Mit Warnstreiks hätten Karstadt-Beschäftigte gezeigt, dass sie bereit seien, für ihren Tarifvertrag zu kämpfen.

Karstadt will mit einer zweijährigen "Tarifpause" drohende Mehrbelastungen in Millionenhöhe abwenden. Der Essener Handelskonzern war innerhalb der regionalen Arbeitgeberverbände in die Verbandsmitgliedschaft ohne Tarifbindung gewechselt. Damit hatte sich im Mai ein großer Arbeitgeber aus der Tarifrunde Einzelhandel 2013 verabschiedet, noch ehe sie richtig begann. Vor eineinhalb Wochen hatte der Gesamtbetriebsrat sowohl Verdi als auch die Karstadt- Geschäftsführung aufgefordert, zügig Verhandlungen aufzunehmen.

Karstadt hatte die "Tarifpause" mit der laufenden Sanierung begründet. Eigentümer Nicolas Berggruen räumte vor wenigen Wochen ein, die Probleme bei der Übernahme 2010 unterschätzt zu haben. Wie versprochen seien die Gehälter wieder auf das Niveau von vor der Pleite angehoben worden. Weitere Erhöhungen seien aber für zwei Jahre unmöglich. Er stehe bereit, frisches Geld einzubringen, wenn es helfen würde. Aber entscheidend sei der Wandel im Unternehmen selbst.

Nutzenberger verlangte erneut von Berggruen, die schwierige Sanierung der Warenhauskette mit Investitionen zu beschleunigen. "In eine Reihe von Häusern wurde bereits investiert. In vielen gibt es aber immer noch einen Investitionsstau", kritisierte Nutzenberger, die auch im Karstadt-Aufsichtsrat sitzt. "Die Beschäftigen haben, zum Beispiel über Lohnverzicht, bereits 650 Millionen Euro in den vergangenen acht Jahren beigesteuert. Jetzt ist der Eigentümer am Zug."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 140,52 -0,75%
CONTINENTAL 190,97 -1,75%
TUI 13,30 +0,14%
SALZGITTER 34,66 -6,13%
HANNO. RÜCK 106,47 -1,09%
SYMRISE 58,60 -0,14%
TALANX AG NA... 33,61 -0,92%
SARTORIUS AG... 70,23 -0,21%
CEWE STIFT.KGAA... 76,20 -1,97%
DELTICOM 16,91 -0,06%
DAX
Chart
DAX 11.743,50 -1,71%
TecDAX 1.882,00 -1,59%
EUR/USD 1,0610 +0,30%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

MERCK 102,55 -0,03%
LUFTHANSA 13,59 -0,29%
BEIERSDORF 86,19 -0,53%
BASF 86,81 -3,15%
INFINEON 16,91 -2,83%
DT. BANK 18,07 -2,81%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 178,52%
Crocodile Capital MF 136,35%
Morgan Stanley Inv AF 123,44%
First State Invest AF 110,39%
Fidelity Funds Glo AF 106,25%

mehr