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Streik bei Air France trifft Zehntausende

35.000 Passagiere betroffen Streik bei Air France trifft Zehntausende

Ab heute sind in ganz Deutschland Ferien – da trifft der Streik der Air-France-Flugbgleiter die Frankreich-Urlauber besonders hart. Besonders betroffen sind Flüge von und zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle.

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Besonders stark trifft der Ausstand die Mittelstreckenflüge von und nach Paris-Charles de Gaulle.

Quelle: Christophe Petit Tesson

Paris. Wegen eines Streiks der Flugbegleiter von Air France müssen zahlreiche Reisende mitten in der Urlaubszeit mit Flugausfällen rechnen. Auch am Sonnabend – dem mittlerweile vierten Tag des Streiks – rechnet die französische Airline damit, dass etwa 20 Prozent ihrer Verbindungen abgesagt werden.

Am Freitag waren nach Angaben von Air France rund 35  000 Kunden von dem Ausstand betroffen. Vor allem Mittelstreckenflüge von und nach Paris-Charles de Gaulle wurden abgesagt. So wurden drei von fünf Flügen von Berlin nach Paris gestrichen. Auch einer der drei Flüge vom Flughafen Hannover in die französische Hauptstadt fiel aus. Die drei für heute geplanten Flüge von Hannover nach Paris standen gestern Abend noch im Plan von Air France.

Bei dem Streik, der noch bis Dienstag dauern soll, geht es um die Verlängerung eines Tarifvertrags, der Ende Oktober ausläuft. Air France hatte angeboten, die Vereinbarungen mit nach eigenen Angaben „marginalen“ Änderungen um 17  Monate zu verlängern. Mehrere Gewerkschaften wollen aber eine Verlängerung um fünf Jahre oder eine unbefristete Vereinbarung. Hintergrund ist, dass das Unternehmen einen jahrelangen Sparkurs mit Jobabbau hinter sich hat. Der Konzern Air France-KLM war 2015 erstmals seit Jahren in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im Juni dieses Jahres hatte dann ein Pilotenstreik während der ersten Tage der Fußball-EM das Unternehmen nach eigenen Schätzungen etwa 40 Millionen Euro gekostet.     

Piloten streiken während der EM

Air France-KLM-Konzernchef Jean-Marc Janaillac hatte den Ausstand am Donnerstag als "extrem bedauerlich und aggressiv" verurteilt. Die Urlaubszeit sei für Air France wirtschaftlich sehr wichtig, sagte er der Zeitung "Le Figaro". Der Streik werde einen hohen Preis haben, "was die verbleibende Arbeit, um die Firma wieder auf einen Pfad des rentablen Wachstums zu bringen, nur erschweren wird". Erst im Juni hatten Piloten von Air France während der ersten Tage der Fußball-EM gestreikt, der Ausstand kostete nach Schätzungen des Unternehmens etwa 40 Millionen Euro.

Reisende, die erfahren wollen, ob ihr Flug stattfindet, können sich hier auf der Internetseite von Air France erkundigen.

dpa/RND

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