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Monatelange Wartezeit bei VW-Rückrufaktion?

Aufträge für freie Werkstätten? Monatelange Wartezeit bei VW-Rückrufaktion?

Die VW-Vertragswerkstätten bräuchten Monate, um die Rückrufaktion wegen des Abgas-Skandals abzuarbeiten. Nur 2173 Werkstätten sind dafür bundesweit autorisiert. Nun hoffen freie Kfz-Werkstätten, einen Teil der Aufträge übernehmen zu können.

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Freie Kfz-Werkstätten wollen einen Teil der Aufträge bei der VW-Rückrufaktion übernehmen.

Quelle: dpa/Symbild

Wolfsburg. Nach Konzernangaben gibt es bundesweit 2173 Volkswagen-Partner, deren Werkstätten für den Rückruf autorisiert sind. Damit ergeben sich mit den 2,4 Millionen zurückgerufenen Dieseln rechnerisch 1100 Fahrzeuge pro Werkstatt. Branchen-Insider gehen von durchschnittlich mindestens 90 Minuten Arbeitszeit pro betroffenem Wagen aus, worin neben der eigentlichen Nachbesserung auch die Zeit für Formulare und Dokumentation steckt.

Damit ergeben sich gut 200 Arbeitstage für eine Kfz-Arbeitskraft - wenn diese sich ausschließlich mit dem Rückruf beschäftigte. Je nach Personalschlüssel und räumlichen Werkstattkapazitäten bräuchte also jeder VW-Servicepartner etliche Wochen für die Aktion. "Die muss aber neben dem ganz normalen Tagesgeschäft gewuppt werden", gibt ein Experte zu bedenken. Damit scheinen lange Wartezeiten absehbar.

Neben den knapp 2200 VW-Partnern gibt es zwar noch eine kleinere, nicht näher bekannte Zahl von autorisierten Servicebetrieben. Diese decken nur die ebenfalls vom Rückruf betroffenen VW-Schwestermarken Audi, Seat, Skoda und VW-Nutzfahrzeuge ab, nicht aber gleichzeitig auch die Kernmarke VW-Pkw. Diese Zahl dürfte aber zu vernachlässigen sein. Die freien Kfz-Werkstätten dringen bereits auf eine Teilnahme am Rückruf.

Freie Kfz-Werkstätten hoffen auf Aufträge

"Allein schon aus Gründen der Kundenzufriedenheit sollte VW das ermöglichen", sagte Manfred Kaufhold vom Bundesverband Freier Kfz-Mehrmarkenwerkstätten und hofft auf Aufträge für die unbegundenen Werkstätten.

Im Abgas-Skandal geht es hierzulande um 2,4 Millionen Diesel - ein Riesengeschäft. Ein Volkswagen-Sprecher sagte, dass erst überprüft werden müsse, welche Werkstätten dabei sein können. Dabei gehe es neben technischen Fragen auch um das Nachverfolgen der Aktion, deren Lückenlosigkeit das Kraftfahrtbundesamt (KBA) überwacht. Fest stehe bisher nur, dass die bestehenden Vertragswerkstätten des Konzerns für die anstehenden Nachbesserungen nach Vorgabe des Herstellers autorisiert werden.

Viele Autokäufer wechseln nach drei Jahren die Werkstatt

Die freien Kfz-Werkstätten fürchten nicht nur eine Diskriminierung bei den millionenfachen Rückrufarbeiten. Es gehe auch um den Schatz an Kundendaten, die mit der Aktion in den Werkstätten gespeichert werden - und dann später für Werbeanschreiben genutzt werden könnten, etwa um auf anstehende Hauptuntersuchungen hinzuweisen. Laut Kaufhold wechselt ein Großteil der Neuwagenkäufer nach drei Jahren zu einer freien Kfz-Werkstatt und fährt nicht mehr zu den Vertragshändlern.

Bei der enormen Anzahl von Fahrzeugen drohe Wettbewerbsverzerrung, schrieben die freien Kfz-Werkstätten bereits dem VW-Vorstand. Nach VW-Angaben kommen rein rechnerisch mit den aktuell 2173 Volkswagen-Partnern in Deutschland rund 1100 zurückgerufene Diesel-Autos auf jede Werkstatt.

dpa

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