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Der Fiskus radelt mit

Hier gilt die Ein-Prozent-Regel Der Fiskus radelt mit

Nicht nur für Postboten wichtig: Das Dienstrad hat seine steuerlichen Tücken: Damit sich Dienstrad-Strampler gegenüber ihren Kollegen mit Dienstwagen nicht benachteiligt fühlen, wurde das Fahrrad dem Auto steuerlich gleichgestellt. Dies bedeutet vor allem, dass die Ein-Prozent-Regel gilt.

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Vorsicht, hier gilt die Ein-Prozent-Regel: Das Dienstfahrrad ist zu versteuern.

Quelle: Tobias Hase

Hannover. Deutschland ist Weltmeister - nicht nur im Fußball, sondern auch im Steuerrecht. Kein anderes Land hat ein solches Dickicht an Steuerparagrafen und damit einhergehend so viele Steuerexperten, die dem Volk den Weg durch den Dschungel weisen. Dabei helfen auch die Steuerberaterkammern mit guten Ratschlägen zu Steuerfragen. Wenn die hiesigen Lieblingshobbys Fahrradfahren und Steuernsparen zusammenkommen, wird es jedoch kompliziert. Denn der Fiskus radelt mit. Zuerst die einfachste Regel: Wer mit dem Fahrrad - ob mit Elektrounterstützung oder ohne - zur Arbeit fährt, hat Anspruch auf die Entfernungspauschale von 30 Cent je Kilometer. Diese gilt schließlich unabhängig von der Art des Verkehrsmittels.

So weit, so klar. Doch was ist eigentlich, wenn der Arbeitgeber ein Dienstfahrrad zur Verfügung stellt, das der Arbeitnehmer auch privat nutzen darf? Schließlich genießt der Arbeitnehmer dadurch zusätzlich zu seinem normalen Lohn einen geldwerten Vorteil, und davon fordert das Finanzamt seinen Teil.

Solche Diensträder hatten früher nur Postboten, doch die Zeiten haben sich offenbar geändert. Jedenfalls sahen sich die Finanzminister der Länder schon vor Jahren zu einer Klärung veranlasst. Herausgekommen ist der „Koordinierte Ländererlass“ mit dem Aktenzeichen 3 - S-233.4 / 187 vom 23.11.2012.

Fahrrad dem Auto steuerlich gleichgestellt

Damit sich Dienstrad-Strampler gegenüber ihren Kollegen mit Dienstwagen nicht benachteiligt fühlen, wurde das Fahrrad dem Auto steuerlich gleichgestellt. Dies bedeutet vor allem, dass die Ein-Prozent-Regel gilt. Der Radler muss also, so der Erlass, „ein Prozent der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer“ als monatlichen Vorteil versteuern.

Doch wer die deutsche Finanzgesetzgebung kennt, ahnt schon, dass es so einfach auch nicht sein kann. Die Regelung gilt nämlich nur für reine Fahrräder und Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor, deren Geschwindigkeit auf 25 Kilometer begrenzt ist. Spendiert der Arbeitgeber ein schnelles E-Bike, wird es komplizierter. Dieses gilt nämlich steuerlich als „Kraftfahrzeug“, sodass zusätzlich zum monatlichen Prozent ein geldwerter Vorteil von 0,03 Prozent des Listenpreises pro Kilometer Entfernung anzusetzen ist, wenn das Fahrrad auch für die Fahrt von der Wohnung zur Arbeitsstätte genutzt wird.

Dies seien „nur einige Aspekte des komplexen Bereiches privater Nutzung von betrieblichen Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs“, warnt die Steuerberaterkammer Niedersachsen. Der Laie ist, man ahnt es, aufgeschmissen. „Es empfiehlt sich, die Hilfe eines Steuerberaters oder einer Steuerberaterin hinzuzuziehen.“

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