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Geiz ist nicht mehr geil

Media-Saturn in Schwierigkeiten Geiz ist nicht mehr geil

Fernseher, DVD-Player und Kameras waren lange Zeit Treiber des Handelsriesen Metro. Der Preiskampf und ein verspäteter Einstieg ins Online-Geschäft machten die Elektronikketten diesmal zu Bremsern.

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Die Elektronikriesen Saturn und Media Markt schwächeln.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Düsseldorf. Geiz ist nicht mehr geil: Media Markt und Saturn haben dem Handelsriesen Metro die Quartalsbilanz verhagelt. Wegen roter Zahlen bei den schwächelnden Elektronikketten ging der Konzerngewinn im zweiten Quartal 2011 um mehr als ein Viertel auf 40 Millionen Euro zurück. Damit verdiente der Düsseldorfer Konzern weniger als vor einem Jahr, obwohl das wichtige Ostergeschäft 2011 durch den späteren Termin im April ein zusätzlicher Treiber war. Der Umsatz des Konzerns stagnierte im zweiten Quartal bei 15,7 Milliarden Euro, wie aus den am Dienstag in Düsseldorf vorgelegten Zahlen hervorgeht.

Der Metro-Vorstand geht von einer besseren Entwicklung im zweiten Halbjahr aus. Die Neuausrichtung und die Kostensenkungen bei Media- Saturn sollen in den kommenden Monaten, insbesondere im wichtigen Weihnachtsgeschäft, Wirkung zeigen. Media-Saturn streicht europaweit 3000 Arbeitsplätze in diesem Jahr, wie die Metro-Tochter schon in der vergangenen Woche mitteilte. Außerdem sollen eine Online-Offensive, die Auslandsexpansion und ein breiteres Angebot an Produkten unter Eigenmarken dazu führen, dass die Elektronikketten auf Wachstumskurs zurückkehren. Der Kauf von weiteren Internetfirmen ist geplant.

Media Markt und Saturn litten im zweiten Quartal unter einer schwächeren Nachfrage der Verbraucher, nachdem 2010 die Fußball-WM noch für kräftig klingelnde Kassen gesorgt hatte. Der Umsatz der Metro-Sorgenkinder ging um knapp 2 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück, in Deutschland waren es 3 Prozent weniger. Hauptsächlich Preissenkungen und Rabattaktionen führten zu einem operativen Verlust (EBIT) von 36 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatten die Elektronikketten operativ 40 Millionen Euro verdient. Sie schnitten damit im zweiten Quartal 76 Millionen Euro schlechter ab.

Im Unterschied zu Media-Saturn erzielte das einstige Sorgenkind Real einen operativen Gewinnsprung. Der Lebensmittelhändler verdiente vor Zinsen und Steuern 10 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres stand ein operativer Verlust von 16 Millionen Euro. Trotz Zurückhaltung der deutschen Verbraucher bei Salat und frischem Gemüse infolge des EHEC-Ausbruchs blieb der Quartalsumsatz stabil bei knapp 2,8 Milliarden Euro. Die Verbraucher schwenkten im Mai aus Angst vor dem gefährlichen Darmkeim auf andere Erzeugnisse wie Tiefkühlwaren um. Außerdem sorgte das spätere Ostergeschäft für Kaufimpulse.

Bei der Warenhaustochter Kaufhof stieg der Quartalsumsatz dank Ostergeschäft um 1,3 Prozent auf 775 Millionen Euro. Besonders gut liefen Schuhe, Lederwaren und Spielwaren. Wie im Vorjahreszeitraum stand ein operativer Verlust von 15 Millionen Euro. Ohne die Kosten für das Schließen von vier Warenhäusern hätte der operative Verlust nur 4 Millionen Euro betragen. Entschieden wurde im zweiten Quartal, die zum 30. Juni 2012 auslaufenden Mietverträge für die Häuser in Gießen, Köln-Kalk, Oberhausen-City und Nürnberg-Aufseßplatz nicht zu verlängern und die Häuser zum Ende der Vertragslaufzeit zu schließen.

Die größte Konzerntochter, die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende, erzielte einen operativen Gewinnsprung um mehr als ein Viertel auf 246 Millionen Euro. Auch hier werden immer mehr Produkte unter eigenen Marken angeboten, an denen Metro besser verdient. Außerdem wird der Lieferservice ausgebaut. Auch Spareffekte spielten eine Rolle. Der Quartalsumsatz der Großhandelstochter stieg dank der Expansion in Osteuropa um 1,4 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. In Deutschland sank der Umsatz jedoch um 1,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. EHEC führte zu Umsatzeinbußen bei Obst und Gemüse.

dpa

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