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Bundesbank muss zerrissene Geldscheine ersetzen

Gerichtsurteil Bundesbank muss zerrissene Geldscheine ersetzen

Aus Angst vor Einbrechern hat eine 89 Jahre und demente Frau 37 Geldscheine im Wert von jeweils 500 Euro in kleine Stücke zerrissen und im Gefrierfach versteckt. Muss die Bundesbank die Scheine ersetzen? Mit dieser Frage musste sich der hessische Verwaltungsgerichtshof auseinandersetzen und fällte ein unerwartetes Urteil.

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Quelle: Symbolbild

Kassel. Die Frau hatte Angst – vor Einbrechern und davor, dass sie ihr Geld stehlen. Die betagte Dame aus dem bayerischen Waldkraiburg, immerhin schon 89 Jahre alt und erwiesenermaßen dement, nahm ihr Erspartes, zerriss 37 Scheine im Wert von jeweils 500 Euro in kleine Stücke und versteckte sie im Gefrierfach ihres Kühlschranks. Immerhin 18 500 Euro legte sie mit der rabiaten Aktion auf Eis.

Vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) ging es nun um die Frage, ob die Bundesbank die Schnipsel ersetzen muss. Im Grunde ist der Fall klar. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat verfügt, dass nationale Notenbanken mutwillig zerstörte Noten nicht ersetzen dürfen.

Doch wegen der Erkrankung der Frau entschied das Gericht anders, da „ein solches gänzlich ungewöhnliches Verhalten nicht dem eines geistig gesunden Menschen“ entspreche und es der Seniorin nicht anzulasten sei (Az: 6 A 682/15). Also muss die Bundesbank das Geld erstatten.

Für die Bundesbank hat der Fall Präzedenzcharakter. Deren Anwalt sagte in der Verhandlung, man wolle Sicherheit darüber erhalten, wie künftig in solchen Fällen umgegangen werden solle. Denn ähnlich seien Fälle, bei denen Geld in betrunkenem Zustand zerstört werde. 2015 wurden laut Bundesbank rund 44 Millionen Euro erstattet – mehr als 90 Prozent aller Anträge.

In Wien gab es unlängst einen noch krasseren Fall. Im Zimmer einer Verstorbenen fand die Polizei zerschnittene Scheine im Wert von fast einer Million Euro. Glück für die Erben: Die österreichische Nationalbank ersetzte das Geld.

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