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Gewalt an Schulen – Projekte zur Gewaltprävention

Gewalt an Schulen – Projekte zur Gewaltprävention

Ob Mobbing, Prügeleien, Erpressungen – die Gewalt an Schulen hat viele hässliche Gesichter. Opfer sind dabei nicht mehr nur Schüler, auch die Lehrer werden bedroht oder sogar körperlich verletzt. 

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Quelle: @ angelsimon - depositphotos.com

Gefühlt nehmen die physischen und psychischen Übergriffe an unseren Schulen immer weiter zu. Doch wirklich belegen lässt sich das nicht, aussagekräftige Studien zu diesem Thema fehlen. Die Schulen versuchen jedoch, diesem Trend entgegen zu wirken, daher werden zahlreiche Projekte zur Gewaltprävention entwickelt.

Sensibilisierung dank Aufklärung

Bei den verschiedenen Projekten zur Gewaltprävention stehen unterschiedliche Themen im Mittelpunkt, denn körperliche, psychische und verbale Gewalt sowie die Gewalt gegen Dinge, also Vandalismus, müssen ganz verschieden behandelt werden. Diese Inhalte werden von geschulten Lehrkräften in den Unterrichtsplan mit eingebaut. Gerade eine Aufklärung zum Thema Mobbing bzw. Bullying sorgt hier zumindest bei einigen Schülern für eine Sensibilisierung.  An zahlreichen Schulen gibt es bereits Sozialarbeiter und Schulpsychologen, die mit den Opfern von Mobbing und Cybermobbing, aber auch mit den Tätern dieses schwierige Thema aufarbeiten. Den Tätern ist häufig gar nicht klar, was sie mit ihren Mobbingattacken eigentlich anrichten. Für die Lehrer ist Mobbing sehr schwer zu erkennen. Vertrauenspersonen erleichtern den Opfern den Schritt über dieses Thema zu sprechen.

Schüler als Streitschlichter und Mediatoren

Kleinere Rangeleien auf dem Schulhof gehörten immer schon zum Schulalltag. Doch auch hier hat sich einiges verändert. Während früher häufig noch ein Ehrenkodex galt, gibt es heute häufig gar keine Hemmschwelle mehr. Es wird weitergeprügelt, wenn ein Schüler bereits am Boden liegt, mehrere Schüler gehen gemeinsam auf ein Opfer los und schwere Verletzungen werden billigend in Kauf genommen. Um solche Übergriffe schon im Vorfeld zu verhindern, gibt es an einigen Schulen Programme zum Thema Streitschlichtung. Schüler werden hier zu Mediatoren bzw. Streitschlichtern ausgebildet. Sie erlernen Gesprächstechniken und Sozialkompetenzen zur konstruktiven Konfliktlösung. Diese Streitschlichter vermitteln dann bei Auseinandersetzungen zwischen Schülern und helfen so, den Konflikt ohne Gewalt zu lösen. Dieses Programm und die damit verbundene Eigenverantwortung der Schüler wirkt sich nachweislich auf das gesamte Schulklima aus.

Was tun, wenn Gewaltprävention nicht hilft?

Doch was passiert, wenn es doch zu Gewaltausbrüchen im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof kommt? Wie können Schulen gegen gewalttätige Schüler vorgehen? Die Prügelstrafe ist  glücklicherweise abgeschafft worden, doch welche Möglichkeiten haben Lehrer und Schulleitung, um sich und andere Schüler zu schützen? Wenn die wichtigste Maßnahme, die Gewaltprävention, nicht funktioniert hat, muss die Schule reagieren und erzieherische Maßnahmen anwenden. So kann der Täter vom Schulgelände verwiesen, für einen gewissen Zeitraum vom Unterricht ausgeschlossen oder in eine Parallelklasse versetzt werden. In schwereren Fällen von Köperverletzung wird in der Regel die Polizei eingeschaltet. Darüber hinaus ist es aber wichtig, den Tätern, Sozialkompetenzen zu vermitteln, um Übergriffe in der Zukunft zu verhindern. Gewaltprävention und Sensibilisierung gehört in jeden Lehrplan.

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