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Globale Wirtschaft soll gestärkt werden

Finanzminister kündigen Maßnahmen an Globale Wirtschaft soll gestärkt werden

Die globale Finanzwelt macht sich Sorgen über die Kraft der Weltwirtschaft. Politiker und Notenbankgouverneure wollen einer weiteren Konjunkturabschwächung entgegenwirken und kündigen entschlossene Maßnahmen an.

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Finanzminister und Notenbankchefs aller Welt haben sich für ein entschlossenes Handeln zur Stärkung der globalen Konjunktur ausgesprochen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Washington. Finanzminister und Notenbankchefs aller Welt haben sich für ein entschlossenes Handeln zur Stärkung der globalen Konjunktur ausgesprochen. Man wolle das Wachstumspotenzial erhöhen, um eine Wirtschaft zu schaffen, die kräftiger, nachhaltiger und ausgeglichener sei sowie mehr Arbeitsplätze biete, erklärte der Lenkungsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IMFC) am Samstag in Washington.

Es sollten „kühne und anspruchsvolle“ Maßnahmen ergriffen werden, um die Nachfrage neu zu beleben und ökonomische Engpässe zu beheben, hieß es in dem Abschlusspapier des Gremiums bei der Jahrestagung des IWF und der Weltbank. „Unsere höchste Priorität muss sein, das heutige tatsächliche Wachstum und das morgige Wachstumspotenzial zu unterstützen, während die Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit gesichert wird“, hieß es in der Mitteilung.

Angesichts einer konjunkturellen Abkühlung müssten Wachstumsprobleme der Zukunft durch umgehende Strukturreformen verhindert werden, forderte der IMFC-Vorsitzende, Singapurs Finanzminister Tharman Shanmugaratnam. Auch zusätzliche öffentliche und private Investitionen in die Infrastruktur seien wichtig, um die Erholung zu unterstützen. Das gelte vor allem für Ländern, in denen dieses nötig sei, in denen ökonomische Probleme aufträten und deren Haushaltssituation das erlaube.

Zu den Gefahren für die Konjunktur zählt der Lenkungsausschuss, der die 188 Mitgliedsländer des IWF vertritt, die anziehende Geldpolitik oder die anhaltende Niedriginflation in großen Volkswirtschaften. Auch ein risikoreicheres Verhalten an den Finanzmärkten und erhöhte geopolitische Spannungen seien problematisch. Beunruhigt zeigte sich das Gremium über die Ebola-Epidemie in Westafrika. „Wir sind zutiefst besorgt über die menschlichen und sozioökonomischen Auswirkungen.“

Der IWF hatte vor der Jahrestagung seine Prognose des globalen Wachstums für dieses Jahr auf 3,3 Prozent gesenkt. Im April war der Wert noch 0,4 Prozentpunkte höher. Auch für 2015 korrigierte der Krisenhelfer seine Aussichten nach unten und rechnet nun mit 3,8 Prozent Wachstum. Die zum wiederholten Male verschlechterten Aussichten hatten bei dem Treffen die Besorgnis über eine neue globale Krise ausgelöst.

IWF-Chefin Christine Lagarde relativierte die Sorgen: „Das Wachstum ist zurück und wir haben eine Erholung“, sagte sie. Ihr Ziel für die Tagung sei gewesen, den Finanzministern und Notenbankgouverneuren „ein bisschen Feuer“ zu machen. „Seid mutig und benutzt all Eure Werkzeuge“, rief sie ihnen zu.

dpa

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