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Maschmeyer bei Mifa vor Scherbenhaufen

Unternehmen meldet Insolvenz an Maschmeyer bei Mifa vor Scherbenhaufen

Am Wochenende hat er noch groß seine Hochzeit gefeiert, nun muss Großaktionär Carsten Maschmeyer hinnehmen, dass der Fahrradhersteller Mifa aus Sangerhausen Insolvenz anmelden musste. Er steht nun bei der Mifa vor einem Scherbenhaufen.

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Großinvestor Carsten Maschmeyer sieht sich beim Fahrradhersteller Mifa mit großen wirtschaftlichen Problemen konfrontiert. Das Unternehmen hat Montag Insolvenz angemeldet.

Quelle: dpa

Sangerhausen . Der Fahrradhersteller Mifa in Sangerhausen hat am Montag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Antrag sei nach dem Scheitern einer Vereinbarung mit der indischen Firma Hero Cycles beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt worden, teilte Mifa mit. Das operative Geschäft bleibe davon unberührt und laufe wie geplant weiter. Großaktionär der Mitteldeutschen Fahrradwerke AG ist AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. Vor einem Jahr waren Mifa-Aktien noch knapp 7 Euro wert – gestern Abend nur noch etwa 75 Cent.

Mit der Insolvenz solle die Restrukturierung des Unternehmens, das rund 600 Mitarbeiter beschäftigt, in Eigenregie des Managements fortgesetzt werden. Die Löhne und Gehälter seien für drei Monate über die Bundesagentur für Arbeit gesichert, hieß es in der Mitteilung. Mifa produziert Fahrräder für Handelsketten wie Aldi, und auch Postboten der Deutschen Post radeln auf Mifa-Rädern durch die Städte. Zuletzt setzte dem Unternehmen, das seit dem Jahr 2004 an der Börse notiert ist, aber die Billigkonkurrenz aus Asien zu.

„Trotz intensiver Verhandlungen mit den Verantwortlichen von Hero ist es bislang nicht gelungen, bei einem wesentlichen Bestandteil der Vereinbarung zu einer abschließenden Lösung zu gelangen“, sagte Mifa-Vorstand Stefan Weniger. Dabei schien das Unternehmen noch Ende August gerettet. Hero Cycles – der weltweit umsatzstärkste Fahrradhersteller – wollte mit mindestens

15 Millionen Euro bei Mifa einsteigen. In Eigentümerkreisen hieß es, Mifa sei auch nach mehr als ein Jahr andauernden Gesprächen kein Geld aus Indien zugeflossen.
Das Mifa-Management sucht nun einen Käufer für das Geschäft. Man habe in den vergangenen Monaten aus eigener Kraft große Fortschritte bei der Restrukturierung erzielt, erklärte Weniger. Dies sei eine ideale Grundlage, um schon im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückzukehren.

Die Mifa ist der absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller. Anfang des Jahres wurden Fehler in der Bilanz entdeckt. Allein im vergangenen Jahr fiel ein Verlust von mehr als 13 Millionen Euro an – bei einem Umsatz von 110 Millionen Euro. Wenn das Amtsgericht dem Antrag auf Eigenverwaltung zustimmt, wird dem Vorstand vom Gericht ein vorläufiger Sachwalter zur Seite gestellt. Das Management bleibt aber in den Händen des Vorstandes. Zugleich ist die Firma aber vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen von Gläubigern geschützt. Das Ziel ist dabei in der Regel eine Sanierung – nicht die Abwicklung.

Voraussetzung für die Zustimmung des Gerichts ist unter anderem, dass die Firma über einen fortführungswürdigen Geschäftsbetrieb verfügt. Dies ist nach Auffassung der Mifa-Manager gegeben.

Die ursprünglichen Sanierungspläne hatten vorgesehen, dass die Anleihegläubiger auf einen Großteil ihrer Ansprüche verzichten. Die Aktionäre hätten zudem zustimmen sollen, dass sie infolge einer Kapitalerhöhung künftig nur noch ein Prozent des Unternehmens besitzen.

dpa

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