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Grüne fordern Mindestpreis für Fleisch

"Müssen Dumpingpreise verbieten" Grüne fordern Mindestpreis für Fleisch

Die Grünen wagen sich mal wieder ans Thema Fleisch. Drei Jahre nach dem Scheitern des „Veggie Day“ für Kantinen, wollen die Grünen die Preise für Fleisch im Supermarkt regulieren. "Wir brauchen Mindestpreise und müssen Dumpingpreise verbieten".

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"Für 2,99 Euro kann niemand ein Kotelett gewinnbringend produzieren, bei dem es dem Tier auch noch gut gegangen ist." Sagt Friedrich Ostendorff, Agrarexperte der Grünen.

Quelle: dpa

Berlin/Saarbrücken. Nach dem Willen der Grünen soll es künftig in Supermärkten kein extrem billiges Fleisch mehr geben. Die Bundestagsfraktion mache sich für ein Verbot von Dumpingangeboten und für einen verbindlichen Mindestpreis für Fleisch stark, berichtete die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Das Blatt zitierte aus einem Papier der Fraktion zur Verbesserung der Tierhaltung und des Tierwohls, das der Zeitung vorliegt. Mit den Maßnahmen sollen "Preisschlachten an der Fleischtheke" verhindert werden.

70 Prozent der Fleischmenge wird verramscht

"Der Handel sagt selbst, dass 70 Prozent der Fleischmenge im Supermarkt verramscht wird und im Sonderangebot erhältlich ist", bestätigte der Agrarexperte der Fraktion, Friedrich Ostendorff, die Pläne gegenüber der Zeitung. "Für 2,99 Euro kann niemand ein Kotelett gewinnbringend produzieren, bei dem es dem Tier auch noch gut gegangen ist."

Tierwohl und Qualität seien so nicht möglich. "Wir brauchen Mindestpreise und müssen Dumpingpreise verbieten", sagte Ostendorff. Ziel der Grünen ist es laut Konzept, die Tierhaltung in den nächsten 20 Jahren zusammen mit der Landwirtschaft tierfreundlich umzubauen. Dazu gehöre auch, den Lebensmitteleinzelhandel in die Pflicht zu nehmen.

Die Vorschläge sollten am kommenden Samstag bei einem Kongress in Hannover beraten werden.

Imageschaden durch Veggie-Day

In Sachen Fleischkonsum ist das längst nicht der erste Vorstoß der Grünen. Die bislang bekannteste Initiative liegt erst wenige Jahre zurück: 2013 machten sich die Grünen für einen fleischlosen Tag pro Woche in Deutschlands Kantinen stark.

Doch der sogenannte "Veggie-Day" sorgte für einen medialen Aufschrei während des Bundestagswahlkampfs und schadetet dem Image der Partei. Ein Jahr später verabschiedeten sich die Grünen vom Veggie-Day. „Ob jemand am Donnerstag Fleisch isst oder nicht, ist uns herzlich egal“, hieß es in einem auf der Bundesdelegiertenkonferenz im November 2014 verabschiedeten Beschluss.

afp/RND/zys

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