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5000 Stellen bei der Bahn auf der Kippe?

DB Schenker Rail 5000 Stellen bei der Bahn auf der Kippe?

Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten denkt die Deutsche Bahn jetzt offenbar auch an einen drastischen Abbau von Arbeitsplätzen. Vor allem der Güterverkehr ist in den Fokus geraten: Bei der Güterbahn DB Schenker Rail könnten bis zu 5000 von 31 000 Stellen gestrichen werden

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Hohe Verluste: DB Schenker Rail steckt tief in der Krise.

Quelle: dpa

Berlin. Das geht aus einem vertraulichen Papier aus Arbeitnehmerkreisen hervor, das dieser Zeitung vorliegt. Bei Betriebsräten und Gewerkschaften herrscht große Verunsicherung. Das System Bahn werde „vom Konzernvorstand infrage gestellt“, heißt es in dem Papier. Die Projektgruppe „Zukunft Bahn“, die den Konzern derzeit mit Beratern der Firma McKinsey durchleuchtet, plane weitreichende Veränderungen. Die Arbeitnehmerseite warnt vor erheblichen Folgen für die Arbeitsplätze besonders im Güterverkehr. In der Zentrale der Güterbahn in Mainz drohten „eine enorme Reduzierung von Personal“ und die Verlagerung nach Hessen an den Frankfurter Flughafen.

Zudem könnten mehr als 500 der noch 1500 Güterverkehrsstellen geschlossen und damit ganze Regionen von der Bahn aufgegeben werden, schreiben die Arbeitnehmervertreter. Mit einem Rückzug aus der Fläche werde sich das Frachtvolumen massiv verringern und der klimaschädliche Lkw-Transport weiter zunehmen. Es drohe als Folge die Schließung ganzer Standorte.

DB Schenker Rail steckt tief in der Krise und hat allein im ersten Halbjahr 110 Millionen Euro operativen Verlust nach Zinsen verbucht. Das Minus hat sich damit mehr als verdreifacht. Das Frachtvolumen sank um fast ein Zehntel auf 151 Millionen Tonnen, die Auslastung um fast ein Achtel. Der bisherige Chef von DB Schenker Rail, der frühere oberste Konzernstratege Alexander Hedderich, musste Ende August gehen.

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und Vizechef des Bahn-Aufsichtsrats, Alexander Kirchner, kritisiert die Pläne als „verkehrspolitische Bankrotterklärung“. Die Bahn will die Berichte zu den Abbauplänen nicht kommentieren und spricht von „Gedankenspielen auf Arbeitsebene“. Über die Umbaukonzepte soll der Aufsichtsrat des Staatskonzerns Mitte Dezember entscheiden.

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