Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
HapagLloyd geht noch 2015 an die Börse

Hamburger Reederei HapagLloyd geht noch 2015 an die Börse

Gerüchte gab es schon länger, nun hat Hapag-Lloyd die Katze aus dem Sack gelassen. Die Hamburger Reederei geht noch in diesem Jahr an die Börse. Die Details bleiben noch offen.

Voriger Artikel
Garnelen statt Scampi: Pfusch in Restaurants
Nächster Artikel
1,8 Millionen Fahrzeuge von VWN betroffen

Hapag-Lloyd ist die viertgrößte Container-Reederei der Welt.

Quelle: dpa

Hamburg. Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd macht ernst mit ihren Börsenplänen. Das Unternehmen werde noch in diesem Jahr den Sprung aufs Frankfurter Parkett wagen, kündigte Hapag-Lloyd am Montag in Hamburg an. Details - wie etwa die Zahl der angebotenen Aktien - ließ die Gesellschaft zunächst offen. Das Unternehmen kündigte lediglich an, durch die Ausgabe neuer Anteilsscheine 500 Millionen US-Dollar (446 Mio Euro) erlösen zu wollen. Auch der genaue Zeitpunkt blieb unbestimmt, doch dürften die Aktien ungefähr Ende Oktober oder Anfang November an der Börse gehandelt werden. „Dieser Schritt wird uns besseren Zugang zu den Kapitalmärkten verschaffen“, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Dadurch könne Hapag-Lloyd weiter in das Geschäft investieren und noch wettbewerbsfähiger werden, zum Nutzen von Kunden, Mitarbeitern und Gesellschaftern.

Der größte Teil des erwarteten Erlöses, nämlich 400 Millionen Dollar, soll von neuen institutionellen Investoren und Privatanlegern kommen. Die beiden Ankeraktionäre CSAV und Klaus-Michael Kühne werden jeweils Aktien für 50 Millionen Dollar kaufen. Die chilenische Reederei und der Logistik-Unternehmer halten damit ihren Einfluss auf Hapag-Lloyd ungefähr aufrecht. Gemeinsam mit der Stadt Hamburg halten sie vor dem Börsengang rund 78 Prozent an der Reederei. Diese drei Gesellschafter haben sich verpflichtet, ihren Anteil in den nächsten zehn Jahren nicht unter 50 Prozent fallen zu lassen. Die Stadt beteiligt sich nicht an der Kapitalerhöhung; ihr Anteil von gegenwärtig 23,2 Prozent wird damit abnehmen.

Geld aus Börsengang für Schiffe und Container 

Zusätzlich zu den Aktien aus der Kapitalerhöhung kommen weitere Aktien auf den Markt. Das betrifft besonders die Anteile des Tourismusunternehmens TUI in Höhe von 13,9 Prozent, von denen sich der Konzern aus Hannover schon seit langem trennen will. Wie viele der TUI-Aktien im Rahmen des Börsengangs auf den Markt kommen, ist noch offen und hängt ab von der Nachfrage der Investoren. Es wird nach Angaben eines TUI-Sprechers nicht das gesamte Paket sein. Die Erlöse fließen jedoch nicht Hapag-Lloyd zu, sondern der TUI als der Verkäuferin der Aktien.

Mit dem erlösten Geld aus dem Börsengang will die Reederei Schiffe und Container kaufen. Auf dem Wunschzettel von Konzernchef Habben Jansen stehen unter anderem sechs neue Containerschiffe in der Supergröße von 18 000 bis 20 000 Containern (TEU) Tragfähigkeit. Das entspricht einem halben Asien-Dienst, für den zwölf Schiffe benötigt werden, bei wöchentlichen Abfahrten. Hapag-Lloyd ist Teil der Allianz G6, in der sich mehrere große Reedereien zusammengefunden haben, um Größenvorteile zu nutzen. Die Allianzpartner haben zum Teil ebenfalls bereits Großschiffe bestellt.

Viertgrößte Container-Reederei der Welt

Hapag-Lloyd ist mit 188 Schiffen und einer Transportkapazität von rund einer Million TEU die viertgrößte Container-Reederei der Welt. Die internationale Schifffahrt steht trotz Überkapazitäten und niedrigen Frachtraten unter einem hohen Innovations- und Kostendruck und muss deshalb in neue Schiffe investieren. Nach der Fusion mit der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV im vergangenen Jahr läuft gegenwärtig die Integration der beiden Unternehmen. Habben Jansen hat jährliche Einsparungen aus der Fusion von 400 Millionen Euro bis 2017 angekündigt sowie nochmals 200 Millionen Euro aus einem weiteren Sparprogramm ab 2016.

Damit stärkt der Niederländer an der Spitze der Reederei die Ertragskraft. „Wir haben Rückenwind; unsere Ergebnisse haben sich verbessert und wir haben Boden gegenüber dem Wettbewerb gewonnen“, sagte er. In der ersten Jahreshälfte verdiente Hapag-Lloyd 157 Millionen Euro, bei einem Umsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Das war das stärkste Ergebnis seit langem und soll den Willen zum Börsengang sehr gestärkt haben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 81,65 -0,83%
CONTINENTAL 182,49 +0,26%
DELTICOM 17,76 -1,60%
HANNO. RÜCK 103,37 +0,17%
SALZGITTER 34,25 -2,47%
SARTORIUS AG... 70,18 +2,42%
SYMRISE 57,93 +3,89%
TALANX AG NA... 31,87 +1,04%
TUI 12,94 -1,36%
VOLKSWAGEN VZ 127,73 -0,29%
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Stabilitas GOLD+RE AF 114,23%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr