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Hat sich Maschmeyer verdeckt Aktien gesichert?

„Auskunftsklage“ von MLP Hat sich Maschmeyer verdeckt Aktien gesichert?

Die Finanzfirma MLP will von Carsten Maschmeyer wissen, wie er im Jahr 2008 an ein großes Aktienpaket des süddeutschen Konkurrenten gekommen ist - und hat eine „Auskunftsklage“ vor dem Landgericht Heidelberg erhoben.

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„Umgedreht und nichts gefunden“: Carsten Maschmeyer.

Quelle: Karlheinz Schindler

Heidelberg. Die Ereignisse liegen schon mehr als sieben Jahre zurück - aber sie beschäftigen immer noch die Justiz. Seinerzeit hatte Carsten Maschmeyer, damals noch Chef des hannoverschen Finanzdienstleisters AWD, in einer Nacht-und Nebel-Aktion ein großes Aktienpaket des süddeutschen Konkurrenten MLP erworben. Dieser will nun genauer wissen, wie dies zustande gekommen ist - und hat eine „Auskunftsklage“ vor dem Landgericht Heidelberg erhoben.

Im Sommer des Jahres 2008 hatte Maschmeyer völlig überraschend mitgeteilt, dass er mittlerweile fast 27 Prozent der MLP-Aktien - mit privatem Geld - gekauft und an den AWD-Haupteigentümer Swiss Life weitergereicht habe. Ziel der Aktion war der Zusammenschluss der beiden Unternehmen. Maschmeyer schwärmte seinerzeit von einem „Gigantenhaus“, AWD und MLP zusammen würden den größten Finanzdienstleister der Welt bilden. MLP-Gründer und -Hauptaktionär Manfred Lautenschläger ließ sich von solchen Visionen aber nicht beeindrucken. Das Vorhaben platzte, macht aber immer noch Ärger.

Hintergrund des Verfahrens am Landgericht Heidelberg ist eine Bestimmung des Wertpapierhandelsgesetzes. Demnach muss der Aufsichtsbehörde Bafin gemeldet werden, wenn ein Aktionär mit seiner Beteiligung bestimmte Schwellenwerte von 3 bis 75 Prozent über- oder unterschreitet. Wie hat es der hannoversche Finanzunternehmer geschafft, eines Tages fast 27 Prozent der MLP-Aktien zu präsentieren, ohne zuvor solche Meldegrenzen zu durchbrechen? Er selbst beteuert, tatsächlich erst in den Stunden vor der Veröffentlichung in den Besitz der Aktien gelangt zu sein - teils durch die Ausübung von Optionen, teils durch den Ankauf größerer Pakete von anderen Aktionären. Das „Handelsblatt“ behauptete jetzt jedoch, dass die Nürnberger Versicherung, die Berenberg Bank und ein prominenter Privatmann, der frühere RWE-Chef und Eigentümer der Georgsmarienhütte, Jürgen Großmann, schon Monate vorher in Absprache mit Maschmeyer Aktien aufgekauft hätten. Verdecktes Anschleichen nennt man das, es wäre ein klarer Gesetzesverstoß.

Bei dem Verfahren in Heidelberg geht es also letztlich um die Frage, ob das ganze ein abgekartetes Spiel war - und sich somit Maschmeyer schon im Mai 2008 die Aktien zurechnen lassen musste. Genau dies behauptet MLP, es könnte für ihn teuer werden. Aus seinem Umfeld ist freilich zu hören, dass er sich wenig Sorgen macht. „Die Bafin hat schon alles umgedreht und nichts gefunden“, hieß es.

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Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

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