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Conti stärkt Geschäft mit Lkw-Reifen

IAA Conti stärkt Geschäft mit Lkw-Reifen

Hannoverscher Konzern will bis 2018 pro Jahr 200 Millionen Euro in seine Werke investieren.

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Der Continental-Konzern – hier sein Stand auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover – will in den kommenden Jahren seine Kapazitäten erweitern.

Quelle: Rainer Surrey

Continental investiert kräftig in den Ausbau der Fertigung von Nutzfahrzeugreifen. Bis 2018 werde der Zulieferkonzern pro Jahr 200 Millionen Euro in neue Kapazitäten investieren, sagte Reifenvorstand Nikolai Setzer gestern auf der IAA Nutzfahrzeuge. „Wir haben weltweit zehn Ausbauprojekte.“ Die Kapazität wird bis dahin um gut ein Viertel auf fast 10 Millionen Stück steigen. „Der Markt wächst im Schnitt jedes Jahr um 4 Prozent - da wollen wir etwas vorweg gehen“, sagte er der HAZ.

Gleichzeitig plant der Konzern ein Comeback bei Industriereifen. Ein Teil der geplanten Investitionen werde auch in dieses Geschäftsfeld fließen, berichtete Setzer. Bei Spezialreifen etwa für Muldenkipper, Minen- oder Flughafenfahrzeuge habe man bereits aufgerüstet, nun sehe man sich den Konstruktionsbereich an, also Bagger oder Radlader. Auch in das Geschäft mit Reifen für Traktoren will Setzer wieder zurück. „Wir haben uns daraus nicht für immer und ewig zurückgezogen“, umschrieb er es.

Conti hatte die Landwirtschaftsreifen vor zehn Jahren an seinen tschechischen Partner CGS („Mitas“) verkauft, mit dem man die Produkte schon zuvor gemeinsam am Conti-Standort Otrokovice gebaut hatte. Die Tschechen fertigen bis heute Treckerreifen unter der Marke Continental. Die entsprechende Lizenz ist unlängst bis 2019 verlängert worden. „Wir konnten uns damals nicht leisten, in den Ausbau aller Geschäfte zu investieren“, begründete Setzer den Schritt. „Heute sind wir in einer ganz anderen Situation.“ Expertise sei im Konzern noch ausreichend vorhanden, um hier wieder aktiv zu werden.

Landwirtschafts- und Industriereifen sind für Conti-Konkurrenten wie Michelin oder Pirelli ein äußerst einträgliches Geschäft. Die kleinen Stückzahlen und die hohe Komplexität der Herstellung lassen sie sich gut bezahlen - operative Margen von 20 Prozent sind keine Seltenheit. Conti gehörte hier stets zu den Kleineren auf dem Markt. Setzer kann sich in diesem Segment deshalb auch ein Wachstum durch Zukäufe vorstellen. „Wir schauen uns an, was zu uns passen könnte“, sagte er. Es gebe Spieler auf dem Markt, die Conti gut ergänzen würden „und eine Größe haben, die wir gut verdauen könnten“.

Der Ausbau der Nutzfahrzeugreifenproduktion findet komplett außerhalb Deutschlands statt, wo seit der Schließung der Produktion in Hannover-Stöcken keine neuen Pneus mehr vom Band laufen. Vor allem in Osteuropa schraubt Setzer die Kapazitäten nach oben. Das größte Lkw-Reifenwerk im slowakischen Puchov soll künftig 3 anstatt 2,5 Millionen Stück produzieren, der Standort in Otrokovice verdoppelt seinen Ausstoß in den kommenden Jahren auf 1,5 Millionen. Zum größten Lkw-Reifenwerk des Konzerns könnte die Fabrik im amerikanischen Mount Vernon avancieren, wo künftig mehr als 3 Millionen Stück gebacken werden sollen.

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