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IWF senkt Wachstumsprognose für 2017

Brexit noch nicht berücksichtigt IWF senkt Wachstumsprognose für 2017

Keine guten Aussichten für das deutsche Wirtschaftswachstum: Schon jetzt hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das Jahr 2017 nach unten korrigiert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits seien allerdings noch gar nicht berücksichtigt, betonen die IWF-Experten.

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Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft erneut korrigiert.

Quelle: Jim Lo Scalzo

Washington/Berlin. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft erneut korrigiert - unabhängig vom "Brexit"-Votum. Für das laufende Jahr ist der Fonds etwas optimistischer und rechnet nun mit einem Plus von 1,7 Prozent, wie aus dem Abschlusspapier der jährlichen Beratungen zwischen Bundesregierung, Bundesbank und IWF hervorgeht.

Für das Jahr 2017 dagegen senkte der IWF die Konjunkturprognose leicht nach unten auf nunmehr 1,5 Prozent. Allerdings dürften diese Zahlen nicht lange Bestand haben. Denn die Folgen des "Brexit"-Votums der Briten für einen EU-Austritt sind in dem aktuellen IWF-Ausblick noch nicht berücksichtigt.

Brexit-Auswirkungen noch unklar

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Referendums in Großbritannien seien in dieser Prognose noch nicht eingearbeitet, betonen die IWF-Experten. Sie verweisen aber auf Abwärtsrisiken - angesichts der unsicheren Weltwirtschaft, alternden Gesellschaft und geringer Fortschritte bei Strukturreformen. Erst im April hatte der IWF seine Januar-Prognose korrigiert und war davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft 2016 um 1,5 und 2017 um 1,6 Prozent zulegt.

Nach den bereits im Mai bekanntgewordenen Empfehlungen fordert der IWF von Deutschland Reformen und mehr Investitionen in die Infrastruktur. Schnellere Fortschritte bei Strukturreformen seien wichtig, um das mittelfristige Wachstum in einer rasch alternden Gesellschaft zu erhöhen. Es gebe finanziellen Spielräume innerhalb der Haushalts- und Schuldenregeln, um zusätzliche Investitionen zu tätigen. Erneut verweist der IWF auf die angespannte Lage der Lebensversicherer in Folge der Niedrigzinsen.

dpa/RND

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