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Kinder sterben durch umkippende Ikea-Kommode

Rückruf in USA und Kanada Kinder sterben durch umkippende Ikea-Kommode

In den USA und in Kanada sind mehrere Kinder gestorben, nachdem sie auf eine Ikea-Kommode geklettert waren und das schwere Möbelstück umgefallen ist. Das Unternehmen stoppte deshalb den Verkauf und versicherte: In anderen Ländern drohe kein Risiko.

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Nach mehreren Todesfällen von Kleinkindern durch umkippende Schränke ruft Ikea in den USA und Kanada Kommoden der Serie Malm zurück.

Quelle: David Ebener

Leiden. In den USA und Kanada ruft Ikea die Kommoden der Serie Malm zurück. Wie Fortune und andere berichten, besteht das Risiko, dass der Schrank umkippt. In den vergangenen Jahren sollen dadurch bereits mehrere Kleinkinder gestorben sein, allein drei seit 2014. Die Kommode soll sie erdrückt haben.

Der Rückruf sei auf Nordamerika begrenzt, sagte eine Sprecherin der Ikea-Gruppe am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Auf allen anderen Märkten, wo die Kommoden verkauft werden, erfüllen sie demnach die "Anforderungen an die Stabilität". Laut dem Produktkatalog vertreibt Ikea die Malm-Serie auch in Deutschland.

Kommode war nicht befestigt

US-Medien zufolge sind von dem Rückruf 29 Millionen Kommoden betroffen. Einige davon sollen schon vor mehr als zehn Jahren verkauft worden sein. Außerdem habe Ikea den Verkauf der Kommode in den USA und Kanada sofort gestoppt. Kunden, die eine Kommode daheim hätten, seien aufgefordert worden, das Möbelstück an der Wand festzumachen, berichtete NBC News.

Nach Angaben des schwedischen Möbelriesen wurden in den vergangenen 13 Jahren sechs Todesfälle in den USA gemeldet, drei davon seit 2014. Die Kinder starben demnach beim Erklimmen der Kommode, die dabei auf sie kippte. In keinem der Fälle war die Kommode wie in der Montageanleitung vorgeschrieben an der Wand befestigt.

Risiko auch bei anderen Möbeln

Der Sender NBC News demonstrierte die Gefahr in einem TV-Beitrag. Dafür stellte er eine Puppe auf die unterste Schublade der Kommode, auf der auch noch ein Fernseher stand. Der massive und schwere Schrank kippte daraufhin nach vorn und begrub die Puppe unter sich.

Laut NBC ist das Problem aber nicht auf die Malm-Serie von Ikea beschränkt. Im Beitrag wird gezeigt, wie andere Möbelstücke genauso umkippen, weil sie nicht an der Wand befestigt worden waren.

afp/RND/wer

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