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Deutschland / Welt App in den Supermarkt
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00:16 13.03.2016
"Jederzeit geöffnet": Mit dieser schlichten Botschaft wirbt der Supermarkt von Robert Illijason auf seiner Homepage. Quelle: Volke Ralf
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Ein kaputtes Glas Babybrei führte zu einer zukunftsträchtigen Geschäftsidee: Als das Glas am späten Abend auf Robert Illijasons Küchenboden zerschellte, suchte der 39-Jährige ewig, bis er einen noch geöffneten Supermarkt fand, um Ersatz zu beschaffen. Der IT-Spezialist dachte sich eine Lösung aus: Unweit seines Hauses im südschwedischen Dorf Viken hat er jetzt den ersten 24-Stunden-Supermarkt ohne Verkaufspersonal eröffnet.

Registrierte Kunden erhalten mit einer Smartphone-App jederzeit Zugang zu dem 45 Quadratmeter großen Lebensmittelladen. Dort gibt es fast alles, was man manchmal kurzfristig braucht: Brot, Milch, Joghurt, Tiefkühlgerichte, Toilettenpapier, Zucker, Windeln – und natürlich Babybrei.

Die Rechnung kommt nach Hause

Mit der Kamera des Smartphones scannen die Kunden ihre Waren selbst ein. Um die Identität der Kunden sicherzustellen, ist Illijasons Supermarkt-App mit einem weit verbreiteten Identifikationsprogramm für Bankkonten verbunden. Damit können sich Schweden mit den Internetdiensten ihrer Banken, dem Steueramt, anderen Behörden oder etwa auch Apotheken verbinden.

Wer fertig eingekauft hat, klickt auf einen Knopf in der App, um den Einkauf zu registrieren. Jeden Monat kommt dann eine Rechnung nach Hause, die die Kunden über ihr Bankkonto ausgleichen.

App nimmt auch Produktwünsche auf

In der App ist auch an Kundenwünsche gedacht. "Wenn die Leute lieber Pfeffer- statt Essigchips haben wollen, bekommen sie die. Es gibt einen Kundenbriefkasten in der App, dort können sie reinschreiben, welche Waren sie vermissen", sagt Illijason. Es sei eigentlich unglaublich, dass niemand zuvor auf die Idee gekommen sei.

Ganz ohne Menschen kommt der Laden aber nicht aus. Regelmäßig müssen die Waren in die Regale geräumt und abgelaufene Produkte aussortiert werden. Das schafft die App nicht.

Von André Anwar

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