Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Inflation zieht in Deutschland wieder an
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Inflation zieht in Deutschland wieder an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:32 27.07.2011
Preistreiber war unter anderem der Sprit. Quelle: dpa
Anzeige

Die hohen Sprit- und Heizölpreise treiben die Inflation weiter an. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Mai und Juni hatte die jährliche Teuerungsrate bei 2,3 Prozent gelegen. Preistreiber waren im Juli nach Angaben der Statistiker erneut Benzin und Heizöl mit zweistelligen Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr, aber auch die Gas- und Stromkosten zogen an. Viele Versorger hatten ihre Preise zum 1. Juli erhöht.

Von Juni auf Juli stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent, vor allem Ferienaktivitäten wurden in der Urlaubszeit teurer. Die Jahresteuerung übertrifft mittlerweile den sechsten Monat in Folge die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank, die bei Teuerungsraten bis knapp unter 2,0 Prozent die Preisstabilität gewahrt sieht. Im Kampf gegen die Inflation hatte die Notenbank Anfang Juli zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen angehoben. Die EZB erwartet nach ihren jüngsten Prognosen für den Euro-Raum, dass die Preise in diesem Jahr deutlich stärker anziehen werden als bislang angenommen: Getrieben von einem Schub bei den Energie- und Rohstoffpreisen werde die Inflation im laufenden Jahr auf 2,6 Prozent (Spanne: 2,5 bis 2,7) zulegen. "Die heutigen Zahlen bestätigen erneut, dass sich der Preisauftrieb mittlerweile deutlich beschleunigt hat", analysierte Ulrike Rohndorf von der Commerzbank. Es bestehe das Risiko, dass sich der Trend fortsetze. Mittelfristig seien die Inflationsrisiken weiterhin hoch.

Auch Alexander Koch von Unicredit rechnet nicht mit einer kurzfristigen Trendwende. Entlastung vermeldeten die Statistiker immerhin von der Importseite. Die Preise für die eingeführten Güter sanken im Juni im Vergleich zum Vormonat Mai unerwartet deutlich um 0,6 Prozent. Im Jahresvergleich lagen sie aber immer noch 6,5 Prozent über den Werten aus 2010, wofür vor allem die stark gestiegenen Energiepreise sorgten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das EU-Verbot gilt – auch wenn jemand die 100-Watt-Birne als angebliches „Kleinheizgerät“ neu auf den Markt bringt. Das entschied jetzt das Verwaltungsgericht Aachen.

Dirk Schmaler 27.07.2011

Wachsen, wachsen, wachsen - Amazons Drang sich zu erweitern und neue Bereiche aufzustoßen ist wohl unstillbar. Der Umsatz des US-Onlinehändlers stieg um satte 51 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn bleibt angesichts hoher Investitionen aber auf der Strecke.

27.07.2011

Die Führungskrise ist beigelegt, die Deutsche Bank bleibt auf Rekordkurs. Noch-Konzernchef Ackermann sieht jedoch wachsende Schwierigkeiten. Er will sein Haus 2012 besenrein übergeben. Sein Wechsel an die Aufsichtsratsspitze stößt auf zunehmende Kritik.

26.07.2011
Anzeige