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Investor Benko steht vor Karstadt-Übernahme

Angeschlagenen Warenhauskette Investor Benko steht vor Karstadt-Übernahme

Der umstrittene österreichische Immobilien-Investor Rene Benko steht nach einem Magazinbericht vor der Übernahme der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt. Er sei vom Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen "zu Hilfe gerufen wurden, um Berggruen als Gesellschafter abzulösen", sagte Benko.

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In Branchenkreisen hieß es, Berggruen habe Benko eine Option auf die Übernahme des Karstadt-Warenhausgeschäfts eingeräumt.

Quelle: dpa

Düsseldorf/Wien. Bei Karstadt könnte die Ära Berggruen nach nur vier Jahren bereits wieder zu Ende gehen. Der einst als Firmenretter gefeierte Investor will das Unternehmen offenbar kurzfristig an seinen österreichischen Geschäftspartner René Benko weitergeben. In Unternehmenskreisen wird vermutet, dass die Vereinbarung rechtzeitig zur in einer Woche stattfindenden Aufsichtsratssitzung unter Dach und Fach gebracht wird.

Benko sagte dem österreichischen Magazin „Format“, er sei vom Karstadt-Eigner „zu Hilfe gerufen worden, um Berggruen als Gesellschafter abzulösen“. Es gebe aber „noch keine endgültige Entscheidung“. Die soll aber kurz bevorstehen. Der 37 Jahre alte Immobilienunternehmer kontrolliert bereits die früheren Karstadt-Luxuskaufhäuser KaDeWe (Berlin), Alsterhaus (Hamburg) und Oberpollinger (München) sowie die 28 Karstadt Sporthäuser. Außerdem sollen ihm rund 20 Karstadt-Immobilien gehören.

Gleichzeitig hat Benko die Option, auch das klassische Warenhausgeschäft von Karstadt für einen Euro zu übernehmen – also denselben Preis, den Nicolas Berggruen 2010 für das insolvente Unternehmen bezahlt hatte. Angeblich soll Benko schon deshalb dazu bereit sein, diese Option zu ziehen, weil ihm als Vermieter eine weitere Insolvenz von Karstadt alles andere als zupass käme. Schon beim Abschluss der Warenkreditversicherung für Karstadt habe er die Haftung über 150 Millionen Euro übernommen, berichtet „Format“. Beide Seiten wollten sich nicht dazu äußern.

Nicolas Berggruen hat im Laufe der Jahre so gut wie kein eigenes Geld in Karstadt investiert. Dafür erwarb er die Rechte an der Marke, für deren Nutzung sein eigenes Unternehmen Berichten zufolge nun jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag zahlt. Zuletzt hatte die als Hoffnungsträgerin in die Essener Zentrale geholte Firmenchefin Eva-Lotta Sjöstedt nach nur 133 Tagen im Amt entnervt den Bettel hingeworfen.

Karstadt kommt heute noch auf 83 Häuser und 17.000 Mitarbeiter. In Niedersachsen betreibt das Unternehmen noch Filialen in Hannover, Celle, Braunschweig, Göttingen, Goslar und Lüneburg. Das große Haus in Hannover hat mehr als 200 Beschäftigte. Neben Benko selbst ist das Highstreet-Konsortium unter Führung von Goldman Sachs der größte Karstadt-Vermieter. Der Bankenverbund hatte Karstadt einst alle Immobilien abgekauft und sie dann an den Handelskonzern vermietet. Die Mieten soll Berggruen bei der Übernahme um 400 Millionen Euro gedrückt haben.

Wohl auch deshalb haben die Banker die Lust an dem Geschäft verloren, 30 von 60 Immobilien sollen sie schon wieder verkauft haben. Darunter ist nach HAZ-Informationen auch das Haus in Hannover. Es soll an den Braunschweiger Multimillionär Friedrich Knapp gegangen sein, den Gründer der Modekette „New Yorker“.

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Medienbericht
Foto: Die Signa-Gruppe des österreichischen Unternehmers René Benko hat die angeschlagene Warenhauskette Karstadt übernommen.

Bei Karstadt sind laut einem Bericht die Würfel gefallen: Demnach soll bereits mit Beginn der kommenden Woche die Signa-Gruppe neuer Eigentümer der Karstadt-Warenhäuser sein.

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