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K+S lehnt neuen Übernahmeversuch ab

Potash versucht es erneut K+S lehnt neuen Übernahmeversuch ab

Der kanadische Düngemittelriese Potash unternimmt einen neuen Anlauf zur Übernahme von K+S – obwohl der K+S-Vorstand um Konzernchef Norbert Steiner dieses Angebot bereits beim ersten Versuch Ende Juni als zu gering zurückgewiesen hatte. Donnerstag tat er dies wieder.

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Quelle: dpa

Hannover . Am Donnerstag flatterte dem Kasseler Dax-Konzern „erneut unaufgefordert ein Schreiben an Aufsichtsrat und Vorstand“ ins Haus, wie das Unternehmen mitteilte. Darin schlagen die Kanadier „unverändert einen Preis von 41 Euro je Aktie“ für eine „freundliche“ Übernahme des Kali- und Salzherstellers vor – obwohl der K+S-Vorstand um Konzernchef Norbert Steiner dieses Angebot bereits beim ersten Versuch Ende Juni als zu gering zurückgewiesen hatte. Donnerstag tat er dies wieder.

Allerdings hat der Konkurrent aus der kanadischen Provinz Saskatchewan in einem dem Schreiben beigefügten Vorschlag für eine Kooperationsvereinbarung erstmals Zusagen, Job- und Standortgarantien für die deutschen Kali-Minen auszusprechen, etwas konkretisiert, wie ein K+S-Sprecher sagte. Angesichts der in der Potash-Offerte definierten Ausnahmen seien die Zusagen aber mit „weitreichenden Einschränkungen“ versehen. Das biete Arbeitnehmern und Gemeinden mit K+S-Standorten „keine Verlässlichkeit“, hieß es. Der K+S-Konzern beschäftigt in Deutschland etwa 10 000 seiner weltweit rund 14 000 Mitarbeiter. In den niedersächsischen Werken arbeiten fast 1400 Beschäftigte.

Deshalb sieht der Vorstand in der Übernahmeofferte von Potash nach wie vor eine mögliche Gefährdung von Arbeitsplätzen und Standorten sowie einer gesicherte Rohstoffproduktion in Deutschland. Dies sei keine Grundlage für Gespräche mit Potash.

Der Firmensprecher verwies darauf, dass K+S grundsätzlich nicht gegen eine Übernahme sei. Der Vorstand sei verpflichtet, jeden Vorschlag dahingehend zu prüfen, ob er für Aktionäre und Unternehmen von Vorteil sei. Die Rückmeldungen von Anteilseignern zeigten jedoch, dass das Potash-Angebot von 41 Euro je Aktie, das in Summe einem Kaufpreis von etwa 8 Milliarden Euro entspräche, als zu niedrig eingeschätzt werde. Insbesondere die neue Kali-Mine der Kasseler in Saskatchewan, die 2016 in Betrieb gehen soll, ist laut K+S überhaupt nicht in dem Preis berücksichtigt.

Bei den Kanadiern hieß es dazu nur, dass man endlich direkt mit dem K+S-Vorstand reden wolle. Zu den Zusagen stehe Potash, sagte ein Firmensprecher. Man wolle die Marke K+S erhalten, auch an dem Salzgeschäft, in dem K+S Weltmarktführer ist, sei man interessiert.

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