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Aktien von K+S stürzen um 25 Prozent ab
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Kali-Kartell vor dem Fall Aktien von K+S stürzen um 25 Prozent ab

Der Kali-Markt steht offenbar vor einem Umbruch. Der russische Produzent Uralkali hat überraschend angekündigt, aus dem weltgrößten Kali-Exportverbund BPC auszutreten. Investoren fürchten nun, dass die Preise für das Mineral massiv einbrachen könnten.

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Preisverfall: Der Kali-Markt steht offenbar vor einem Umbruch.

Quelle: dpa

Moskau/Kassel. Das löste an den Aktienmärkten Kursverluste aus: Die Titel des Kasseler Rivalen K+S stürzten zeitweise um mehr als 27 Prozent auf 19,40 Euro in den Keller und markierte den tiefsten Stand seit April 2007.

Uralkali rechnet damit, dass die Kali-Preise um rund 25 Prozent einbrechen könnten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. K+S hält die Erwartung eines Preisverfalls in dieser Größenordnung für übertrieben. „Die kolportierten Preise für Kalidüngemittel sind für uns nicht nachvollziehbar und entsprechen aus unserer Sicht in keiner Weise der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation“, erklärte das Unternehmen. Die positiven mittel- und langfristigen Trends im Kalidüngemittelgeschäft hätten nach wie vor Bestand. K+S gestand aber ein, dass eine umfassende Bewertung der aktuellen Situation derzeit nicht möglich sei.

Kalipreis könnte noch deutlich weiter sinken

Das von Uralkali und der weißrussischen Belaruskali betriebene Konsortium BPC war neben dem Bündnis Canpotex der großen nordamerikanischen Rivalen eines der beiden marktbeherrschenden Export-Konsortien: BPC und Canpotex kamen bisher für 70 Prozent des weltweiten Kali-Handels auf. Das Duopol sorgte für identische Preise in Schlüsselmärkten wie Indien und China.

Uralkali will das Mineral nun künftig über seine Schweizer Handelsgesellschaft vertreiben. „In der nächsten Zeit rechnen wir damit, dass der Wettbewerb stärker wird, das wird die Preise nach unten treiben“, sagte Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner. Nach Einschätzung von Uralkali könnte der Kali-Preis durch die Entscheidung im zweiten Halbjahr 2013 unter die Marke von 300 Dollar je Tonne fallen – momentan liegt der Preis bei rund 400 Dollar. Nach Ansicht von Analysten wäre ein so starker Preisrückgang eine enorme Belastung für K+S, den weltweit viertgrößten Kali-Produzenten.

rtr

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