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Bundesverfassungsgericht

Karlsruhe macht Weg für Griechenland-Hilfe frei


Das Bundesverfassungsgericht hat den Weg für die umstrittene deutsche Griechenland-Hilfe frei gemacht. Der Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Anordnung gegen das am Freitag von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Gesetz wurde als unbegründet abgewiesen. Das teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit.
© dpa

Fünf Wissenschaftler hatten nach der Verabschiedung des Gesetzes für die Griechenland-Hilfe Verfassungsbeschwerde eingelegt. Die Professoren wollten per Eilantrag erreichen, dass das höchste deutsche Gericht die Ausfertigung und den Vollzug des Gesetzes untersagt. Dies lehnte das Gericht in seiner am Sonnabend veröffentlichten Entscheidung ab.

Es geht um eine Bundesbürgschaft für deutsche Not-Kredite für Griechenland von bis zu 22,4 Milliarden Euro innerhalb von drei Jahren. Sie sind Teil des Rettungspakets von bis zu 110 Milliarden Euro von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Euro-Gruppe. Damit soll ein Staatsbankrott Griechenlands verhindert und die Stabilität in der europäischen Währungsunion gesichert werden.

„Das Bundesverfassungsgericht hat keine hinreichenden Anhaltspunkte, die zu der Annahme zwingen, dass die währungs- und finanzpolitische Einschätzung der Bundesregierung fehlerhaft ist“, heißt es in der Entscheidung der Karlsruher Richter. Sollte jetzt eine Einstweilige Anordnung ergehen, die Übernahme der Gewährleistung des Bundes für die Kredite sich später aber als verfassungsrechtlich zulässig erweisen, „drohen der Allgemeinheit schwere Nachteile“.

Deutschland müsste im Fall einer Einstweiligen Anordnung seine Mithilfe am Rettungspaket für Griechenland „gerade dann abbrechen, wenn sie gefordert ist“, schreiben die Verfassungsrichter. Dies würde nicht nur die Erwartungen der Euro-Partner enttäuschen. „Die Unaufschiebbarkeit der Maßnahme und das Volumen des dann fehlenden Hilfsanteils würde vor allem die Realisierbarkeit des Rettungspakets insgesamt infrage stellen.“

Zu den Klägern gehören die sogenannten Euro-Rebellen um den Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider. Beteiligt an der Klage sind auch die Ökonomen Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling und Wilhelm Hankel sowie der ehemalige Thyssen-Chef Dieter Spethmann. Mit Ausnahme Spethmanns hatten die Professoren bereits 1998 gegen die Einführung des Euro geklagt. Auch damals waren sie erfolglos.

Nach ihrer Meinung verstößt die Hilfe für Griechenland gegen EU- Recht. Auch würden das im Grundgesetz garantierte Recht auf demokratische Teilhabe sowie das Grundrecht auf Eigentum verletzt. Aus Sicht der Kläger bedeutet die Hilfe für Griechenland den Weg in eine „Haftungsgemeinschaft“. Die Grenzen der europäischen Integration, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil zum Lissabon-Vertrag 2009 gesetzt hatte, seien damit überschritten.

dpa

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  • Griechen - Finanzkrise L. Lemming – 09.05.10
    Die Schulden der EU Länder werden ins uferlose steigen.
    Die Konsequenz wird sein, das Steuern und Abgaben stark erhöht werden; zumindest für die Mittelschicht und Unterschicht.
    ...aber macht ja nichts, Stuersenkungen werden von der großen Mehrheit sowieso abgelehnt.
    Außerdem wird ein Kredit hierzulande als etwas sehr Positives angesehen.
  • Griechen - Krise K. Petersen – 09.05.10
    Als erstes sollte die Bevölkerung Griechenlands sparen und einsehen, daß sie ihren teuren Lebensstandard nicht halten kann. Dort ist alles auf hohen Krediten aufgebaut. Die Griechen können sich nur das Leben leisten, was sie auch bezahlen können; das sieht man dort allerdings nicht ein.
    Die Kräfte, die versuchen andere durch Finanzspekulationen, ganz bewußt zu schaden oder zu zerstören, sollten alle verurteilt werden und lange Zeit in den Knast bei Wasser und Brot kommen.
  • Teure Fehlentscheidung Rubber Duck – 08.05.10
    Das BVG hätte diese 2. Runde der Bankensubventionierung gerade noch verhindern können. Schade um die verpasste Chance.
  • Finanzhilfen Nikodemus – 08.05.10
    Jetzt aber schnell vor dem totalen Staatsbankrott den Hartz IV Empfängern noch ein paar gute Monate gönnten.

    Per Eilgesetz den Eckregelsatz auf 500 Euro erhöhen. Der Staat wird 2010 sowieso finanziell zusammen brechen, da können jetzt doch noch kräftig Schulden gemacht werden.

    Auch bitte Renten, Kindergeld und Bafög erhöhen. Jeder sollte arbeitsfrei 1000 Euro im Monat haben. Das wären doch für Herrn Ackermann auch privat bloß pea nuts. Bitte zur Kasse, Dr. iur. Schäuble!!!
  • Das große Ganze Leerverkauf – 08.05.10
    Jetzt geht es um das große Ganze. Es wird schon von weltweit organisierten Attacken gegen die gesamte Euro-Zone gesprochen. Griechenland war nur der Anfang. Da werden alle anderen politischen Themen belanglos. Es wird dramatisch! Was die Griechen durchmachen, müssen wir wahrscheinlich alle durchmachen. Und es wird herheblich teurer.

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