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Die Apple Watch gibt weiter Rätsel auf

Keine Absatzzahlen Die Apple Watch gibt weiter Rätsel auf

Apple nennt weiterhin keine Absatzzahlen für die Apple Watch, gibt sich aber mit dem Umsatz des neuesten Produktes zufrieden. Die Börse hat jedoch auf die Zahlen enttäuscht reagiert, der Kurs gab um sieben Prozent nach.

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„Höhere Verkäufe im Juni“: Die Apple Watch gibt es in vielen Varianten, aber wie groß ist das Interesse der Kunden? Der Konzern macht nur vage Angaben. Foto: dpa

Quelle: Andrew Cowie

Cupertino. Cupertino. Apple macht aus den Verkäufen seiner neuen Computer-Uhr weiter ein Geheimnis. Der Konzern hatte zwar schon lange vor dem Start der Apple Watch angekündigt, dass er keine genauen Informationen geben wird, „um den Rivalen nicht damit zu helfen“. Dennoch hatten sich einige Marktbeobachter vom jetzt präsentierten Quartalsbericht nähere Zahlen zu Apple Watch erhofft. Schließlich handelt es sich um den ersten Vorstoß in eine neue Produktkategorie seit dem Tod des legendären Mitgründers Steve Jobs. Doch Apple-Chef Tim Cook und sein Kassenwart Luca Maestri zogen es vor, daraus eher eine Rätselaufgabe zu machen.

So hieß es, die seit Mitte April verkaufte Uhr sei in ihren ersten neun Wochen schneller in den Markt gestartet als seinerzeit das iPhone und das iPad-Tablet. Die iPhone-Markteinführung dürfte hier nicht die maßgebliche Marke gewesen sein: 2007 brauchte Apple über 70 Tage, um eine Million seiner Handys zu verkaufen. Interessanter ist, dass vom iPad drei Millionen Geräte innerhalb der ersten 80 Tage verkauft wurden. Der Umsatz in der Rubrik „Anderes“, in der das Geschäft mit der Watch aufgeht, wuchs binnen drei Monaten um 952 Millionen Dollar. Cook betonte, dass der gesamte Zuwachs auf die Apple Watch zurückgehe. Die Zahl legt dennoch nahe, dass viele günstigere Modelle der Watch verkauft wurden, die in der Sport-Basisversion ab 400 Euro zu haben ist.

Zugleich sei eine Sache sicher, betonte der Analyst Fracisco Jeronimo vom Marktforscher IDC: „Apple verkaufte im zweiten Quartal mehr Uhren als alle anderen Smartwatch-Anbieter zusammen.“ Damit wäre der iPhone-Konzern aus dem Stand die Nummer eins in dem Feld, das Rivalen wie Samsung oder LG schon seit mehr als einem Jahr beackern.

Cook legte bei aller Geheimniskrämerei Wert darauf, mit einer umstrittenen Studie des Marktforschungsunternehmens Slice Intelligence aufzuräumen, wonach das Interesse an der Uhr nach einem rasanten Start nachgelassen habe. „Die Juni-Verkäufe waren höher als im April oder Mai“, betonte der Apple-Chef in seiner Telefonkonferenz. Und er gehe davon aus, dass die Uhr ein gefragtes Geschenk im Weihnachtsgeschäft sein werde. Das Quartal, zu dem auch traditionell neue iPhone-Modelle herauskommen, ist seit Jahren das wichtigste für Apple.

Auch bei den Nutzerzahlen für den Ende Juni gestarteten neuen Dienst Apple Music hielt sich Cook bedeckt. „Millionen und Millionen“ nutzten den Service in der dreimonatigen kostenlosen Testphase, sagte er lediglich. Insgesamt half das Rätselspiel nicht, die Börsianer für die jüngsten Quartalsergebnisse zu begeistern. Sie quittierten die Zahlen trotz eines Sprungs von mehr als einem Drittel bei Umsatz und Gewinn mit einem nachbörslichen Kursabschlag von rund 7 Prozent. Bei dem teuersten Unternehmen der Welt bedeutet so etwas gleich einen Wertverlust von mehr als 50 Milliarden Dollar.

Am Markt waren unter anderem noch höhere iPhone-Verkäufe erwartet worden - trotz eines Absatzsprungs von 35 Prozent im Jahresvergleich auf 47,5 Millionen Geräte. Zudem fiel die Umsatzprognose für das laufende Vierteljahr etwas niedriger als erwartet aus. Den Anlegern machen auch die Börsenturbulenzen in China Bauchschmerzen. Die Volksrepublik ist auf dem Weg, zum wichtigsten Markt für Apple zu werden. „Die Sorgen sind wahrscheinlich überspitzt“, sagte Cook. Apple gebe weiter Vollgas in China - „es wäre dumm von uns, unsere Pläne zu ändern“.

Von Andrej Sokolow und Christoph Dernbach

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