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Deutschland / Welt Die neue Lässigkeit der Chefs
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22:56 24.07.2016
Betont locker: Daimler-Chef Dieter Zetsche. Quelle: dpa
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München

Der Manager von heute zeigt sich gerne weltoffen, agil und innovativ statt sich mit zu viel Förmlichkeit aufzuhalten – und wirbt damit auch um kreative Köpfe aus der Gründerszene. Noch sind Auftritte wie der von Allianz-Chef Oliver Bäte, der auf der Hauptversammlung vor einigen Wochen in knallroten Turnschuhen vor die Aktionäre trat, eine kleine Sensation. Hintergrund für die Wahl seines Schuhwerks war zwar ein weltweiter Mitarbeiterlauf, doch viele Beobachter werteten sie auch als Signal für Wandel und Zukunft – und die ist auch bei Europas größtem Versicherer digital.

Bei Siemens weht ebenfalls ein frischer Wind: Seit einem Start-up-Event vor einigen Monaten zeigt sich Konzernchef Joe Kaeser gelegentlich im offenen Hemd und Jeans – ähnlich wie beispielsweise Daimler-Chef Dieter Zetsche. „Bei uns kann jeder anziehen, was er will, es gibt keine Vorschriften“, ließ Kaeser, der jahrelang in den USA arbeitete und dort auch seinen Geburtsnamen Josef Käser gegen die internationale Version eintauschte, kürzlich wissen. Und wenn doch mal ein Dresscode für eine Veranstaltung gelte, schreibe man es einfach auf die Einladung oder in die Tagesordnung. Noch entspannter geht es VW-Digitalchef Johann Jungwirth an: „Ich bin J.J. Mich muss man nicht siezen“, sagte der Manager auf einem Automobilforum in München. Hierarchien seien ihm nicht wichtig – und das Duzen baue Hierarchien ab.

Mancher Mitarbeiter dürfte erst einmal verwirrt sein von so viel Zwanglosigkeit. Feste Kleider- und Rangordnungen schaffen ja auch Sicherheit. Wer früher etwa zum Herrenausstatter ging, wusste, was er dort einpacken musste, sagt Hans Ochmann, Geschäftsführer bei der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Heute dagegen hat man die Qual der Wahl: „Business Casual“, „Smart Casual“ oder gleich ganz „Casual“ zur Firmenfeier? Da kann man sich auch böse vertun, weiß Ochmann.

Von Christine Schultze 
und Michel Winde

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