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Deutschland / Welt Kleines Geld mit großer Wirkung
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15:20 01.11.2016
Von Albrecht Scheuermann
Klassische Karriere in der Finanzbranche aufgegeben: Mikrofinanzfonds-Gründerin Edda Schröder.   Quelle: Invest in Visions
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Hannover

Die Idee kommt bei deutschen Anlegern an. Dem Fonds fließt so viel Geld zu, dass er zeitweise den Verkauf weiterer Anteile einstellen musste. „Nur Geld reinholen nützt keinem etwas“, sagte Schröder jetzt in Hannover, wo sie auf Einladung des Evangelischen Arbeitskreises in der CDU ihre Arbeit präsentierte.

Ihr Engagement basiert darauf, dass nach Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr als zwei Milliarden Menschen besonders in Lateinamerika, Afrika und Asien keinen Zugang zum Bankwesen haben. Schon ein paar Hundert Dollar können aber zum Beispiel beim Aufbau einer Näherei oder dem Kauf von Saatgut helfen. Inzwischen sind jedoch – angeregt durch den Mikrofinanzpionier und Nobelpreisträger Muhammad Yunus – weltweit mehrere Tausend Banken entstanden, die solche Kleinkredite vergeben.

Schröders Fonds sammelt Geld bei hiesigen Anlegern, um es an Mikrofinanzinstitute zu verleihen. Sie hat den nach eigenen Angaben ersten Mikrofinanzfonds Deutschlands im Jahr 2011 gegründet. Damals wurden solche Fonds auch in Deutschland zugelassen.
Die Idee, auf diesem Gebiet etwas zu unternehmen, war aber schon viel früher gereift. Nach ihrer Lehre bei der Volksbank Hardegsen wollte Schröder eigentlich in die Entwicklungshilfe gehen – doch Banker waren da wenig gefragt. So machte sie eine klassische Finanzkarriere, die sie bis in die Geschäftsführung der deutschen Tochter des britischen Fondshauses Schroders führte.

Davon hatte Schröder jedoch vor etwas mehr als zehn Jahren genug: „Ich habe keinen Sinn mehr darin gesehen, jetzt den 300. Aktienfonds zu vermarkten.“ Eine private Reise führte sie nach Peru, wo sie auf das Thema Mikrofinanz aufmerksam wurde. „Ich habe dort gesehen, wie zum Beispiel Frauen mit der Herstellung von Schmuck ihre Familien ernähren können.“ Oft fehle es nur an ein paar Dollar Startkapital.  

So entstand die Idee für den Fonds. Der Anfang war schwer, aber heute läuft das Geschäft. Schröder arbeitet mit einer Reihe von Banken beim Vertrieb der Fondsanteile zusammen – vor allem Kirchenbanken, aber auch Sparkassen und Volksbanken, darunter die Hannoversche Volksbank. Mehr als 350 Millionen Euro hat Schröder inzwischen eingesammelt – das Geld floss an Tausende Kreditnehmer von Kambodscha über Usbekistan bis Ecuador.

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