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Tui trotzt dem Terror

Gewinnsprung Tui trotzt dem Terror

Trotz der Schwierigkeiten auf dem deutschen Markt hat die Tui im vergangenen Geschäftsjahr ihre Ziele übertroffen. Insbesondere dank der hohen Preise in Großbritannien und Skandinavien sowie der gut gebuchten Kreuzfahrtschiffe stieg der operative Gewinn um rund 15 Prozent auf eine Milliarde Euro.

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Ein Selbstläufer: Das Geschäft mit den Kreuzfahrten. Die Flotte von Tui Cruises fährt das meiste Geld ein.

Quelle: dpa

Hannover. Unter dem Strich blieben auch dank einer geringeren Steuerquote 379 Millionen Euro übrig, ein Plus von 40 Prozent. „Das war das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte“, sagte Vorstandschef Friedrich Joussen am Donnerstag bei der Bilanzvorlage. Die Dividende soll von 33 auf 56 Cent je Aktie steigen.

Für die Tui war es das erste volle Geschäftsjahr nach der Fusion mit der britischen Tochter Tui Travel. Das Ergebnis wäre noch besser ausgefallen, wenn wegen der unstabilen Lage in Nordafrika nicht viele Hotelbetten leer geblieben wären. Insbesondere in Tunesien muss die Tui für ungenutzte Kapazitäten bezahlen, die vor dem Terroranschlag am Strand von Sousse mit 39 Toten unter Vertrag genommen worden waren. In Ägypten lägen die Buchungen aktuell sogar im Plan, sagte Joussen. Das gelte jedoch nicht für Sharm El Scheikh nach dem Absturz eines russischen Ferienfliegers, der möglicherweise durch eine Bombe verursacht wurde.

In Großbritannien und Skandinavien profitiert die Tui von einem schwachen Wettbewerb. Hinzu kommen Währungseffekte durch den schwachen Euro gegenüber dem britischen Pfund und der schwedischen Krone. Dadurch erhöhte sich der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) im Ende September beendeten Geschäftsjahr 2014/15 um ein Drittel auf 530 Millionen Euro.

In der Region Zentraleuropa hingegen, zu der neben Deutschland auch Österreich, Polen und die Schweiz zählen, ging der operative Ertrag um mehr als ein Drittel auf rund 103 Millionen Euro zurück. Dass sich an der Margenschwäche schnell etwas ändern wird, glaubt Joussen nicht: „Wir haben hier etwas vor der Brust.“ Der Konzernchef hat vor Kurzem seinen Vertrauten Sebastian Ebel auf das Problem angesetzt – der neue Tui-Deutschland-Geschäftsführer will das Hotelangebot wieder verbreitern und dadurch mehr Kunden gewinnen. Neue Sparprogramme im Vertrieb oder in der hannoverschen Zentrale seien nicht geplant, hieß es am Donnerstag.

Im Unterschied dazu ist das Geschäft mit Kreuzfahrten ein Selbstläufer. Der Tui ist es im vergangenen Jahr gelungen, den Luxus-Anbieter Hapag-Lloyd wieder in die Gewinnzone zu steuern – das meiste Geld fährt indes die Flotte von Tui Cruises ein, auch wenn sich der Konzern hier die Gewinne mit dem Partner Royal Caribbean teilen muss: Operativ schnellte der Ertrag von 10 auf 80 Millionen Euro hoch. Durch zwei neue Schiffe stieg die Kapazität um 60 Prozent – gleichwohl sind beide ausgebucht.

Im laufenden Geschäftsjahr will die Tui ihren operativen Gewinn um mindestens 10 Prozent nach oben treiben, der Umsatz soll nach dem Erreichen der 20-Milliarden-Euro-Marke um mindestens 3 Prozent steigen. Bei den Anlegern kamen die Zahlen und der Ausblick gut an: Der Kurs der Tui-Aktie legte in der Spitze um mehr als 7 Prozent zu.

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