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Deutschland / Welt LBBW verklagt Deutsche Bank
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt LBBW verklagt Deutsche Bank
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14:00 28.12.2012
Die LBBW fühlt sich wie viele Konkurrenten von der Deutschen Bank über die Risiken von Papieren falsch informiert. Sie klagt. Quelle: dpa
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New York

Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zerrt die größte deutsche Bank in New York vor Gericht. Bei der Klage geht es um den Verkauf von mit Hypotheken abgesicherten Anleihen, den sogenannten Mortgage Backed Securities (MBS), in Höhe von 173 Millionen Dollar (131 Mio Euro) aus dem Jahr 2007. Dies geht aus einer am Donnerstag beim obersten Gericht des Staates New York eingereichten Klage hervor. Wegen ähnlicher Fälle klagt die LBBW auch gegen die US-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley.

Die LBBW fühlt sich wie viele Konkurrenten von der Deutschen Bank über die Risiken der Papiere falsch informiert und will zumindest einen Teil des Geldes wieder haben. Die Deutsche Bank wies die Vorwürfe wie in allen ähnlichen Fällen zuvor zurück und will sich mit allen Mitteln gegen eine Zahlung wehren. Die Deutsche Bank war zusammen mit Investmentbanken wie Goldman Sachs der größte Verkäufer von Papieren dieser Art, die in der damaligen Finanzkrise größtenteils wertlos geworden sind.

Gerade deutsche Landesbanken oder kleinere Institute wie die IKB griffen in der Hoffnung auf hohe Renditen bei diesen Anlagen beherzt zu und werfen der größten deutschen Bank jetzt unter anderem falsche Angaben in den Wertpapierprospekten vor. Die Deutsche Bank hatte als eine der ersten Banken weltweit die Blase am amerikanischen Immobilienmarkt erkannt und sich parallel zu den Geschäften gegen Risiken abgesichert. Die Reihe der Kläger ist lang - unter anderem wollen das Land Sachsen, die WestLB-Resterampe Erste Abwicklungsanstalt und die BayernLB Schadenersatz von der Deutschen Bank.

Die Klagen sind nur eine der offenen juristischen Baustellen der größten deutschen Bank. In den vergangenen Wochen stand sie vor allem wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung beim Geschäft mit CO2-Zertifikaten im Fokus. Die Staatsanwalt hatte die Zentrale der Deutschen Bank mit einem Großaufgebot durchsucht. Co-Chef Jürgen Fitschen hatte sich daraufhin beim hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier über die rüden Methoden beschwert und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Inzwischen bedauert Fitschen den Anruf.

dpa

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