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Löhne steigen schneller als die Preise

Nach Ölpreis-Absturz Löhne steigen schneller als die Preise

Tanken und Heizen sind billig wie lange nicht. Konsumenten dürfen sich über sinkende Preise freuen, Währungshütern bereitet die Inflationsentwicklung Sorge. Viel hängt am Faktor Energie.

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Mehr Geld in der Kasse: Was viele Verbraucher freut, bereitet Währungshütern Sorge.

Quelle: Armin Weigel

Wiesbaden. Wiesbaden. Der Absturz der Ölpreise hat die Inflation in Deutschland, Europa und den USA auf den tiefsten Stand seit dem Krisenjahr 2009 gedrückt. Diesseits wie jenseits des Atlantiks bremste das billige Öl die Teuerung: Die Ölpreise brachen seit dem Sommer um mehr als die Hälfte ein. Nicht nur die Verbraucher profitierten davon beim Tanken und Heizen, sondern auch die Industrie.

Für Tarifbeschäftigte brachte die niedrige Teuerung eine satte Reallohnsteigerung mit sich. Nach einer am Freitag veröffentlichten Auswertung des gewerkschaftlichen WSI-Tarifarchivs stiegen die Brutto-Tariflöhne im Jahr 2014 mit 3,1 Prozent deutlich schneller als die Verbraucherpreise, die nur um 0,9 Prozent zulegten. Daraus ergibt sich das dritte Jahr in Folge ein reales Wachstum der Tariflöhne - diesmal um 2,2 Prozent nach 1,2 und 0,7 Prozent in den Jahren zuvor. Zuletzt war 2009 eine solch starke Steigerung registriert worden.

Dem Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung zufolge legten auch die effektiven Bruttoeinkommen sämtlicher Beschäftigter, also einschließlich der nicht nach Tarif bezahlten Kräfte, preisbereinigt um 1,8 Prozent zu. Am deutlichsten stiegen die Tarifeinkünfte mit nominal 3,5 Prozent plus im öffentlichen Dienst der Kommunen, bei den Sozialversicherungen sowie bei privaten Dienstleistern ohne Erwerbszweck. Auch im Handel gab es mit 3,2 Prozent mehr Geld eine überdurchschnittliche Steigerung.

Was Verbraucher freut, bereitet Währungshütern Sorge. Im Euro-Raum rückt das Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) bei Teuerungsraten knapp unter 2,0 Prozent in immer weitere Ferne. Die meisten Ökonomen erwarten daher, dass die Notenbank bereits ihre nächste Sitzung am 22. Januar nutzen wird, um neue Maßnahmen im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche zu beschließen: Seit Wochen laufen Vorbereitungen für großangelegte Staatsanleihenkäufe.

Befürworter der umstrittenen Maßnahme hoffen, auf diese Weise Banken Freiräume für Kredite zu verschaffen und durch das Befeuern der Konjunktur die Inflation wieder in Richtung des EZB-Ziels zu treiben. Im Euro-Raum sanken die Verbraucherpreise erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009. Im Dezember fiel die jährliche Inflationsrate auf minus 0,2 Prozent, bestätigte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg seine erste Schätzung von Anfang Januar.

Für Deutschland errechnete das Statistische Bundesamt sowohl bezogen auf Dezember als auch auf das Gesamtjahr 2014 ebenfalls die niedrigsten Raten seit 2009. Auf Jahressicht erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent. Eine niedrigere Teuerungsrate gab es zuletzt 2009 mit 0,3 Prozent. Seit Jahren ist die Teuerungsrate in Deutschland rückläufig. Im Dezember lag die Inflation nur noch bei 0,2 Prozent. Von November auf Dezember 2014 stagnierten die Verbraucherpreise.

Auch in den USA fiel die Inflations- rate zum Jahresende mit 0,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009. Auf beiden Seiten des Atlantiks trieb der Ölpreisrutsch die Inflation in den Keller. So mussten Verbraucher in Deutschland für Heizöl im vergangenen Jahr 7,8 Prozent weniger zahlen als ein Jahr zuvor. Kraftstoffe verbilligten sich um 4,4 Prozent.

Von Jörn Bender

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