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Lufthansa-Piloten wollen erneut streiken

Flugverkehr in den Sommerferien Lufthansa-Piloten wollen erneut streiken

Inmitten der Sommerferien-Zeit eskaliert der Tarifkonflikt bei der Lufthansa erneut. Die Piloten wollen wieder die Arbeit niederlegen. Folgen für Passagiere lassen sich noch nicht abschätzen. Am Flughafen Hannover gibt man sich jedoch gelassen.

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Die Piloten der Fluggesellschaft Lufthansa haben ihre Streikbereitschaft bekräftigt.

Quelle: dpa

Frankfurt/Main. Flugreisenden droht zum Ende der Sommerferien Ungemach: Die Lufthansa-Piloten bekräftigten am Montag ihre Streikbereitschaft im Tarifkonflikt um die Frühverrentung. Wann und wie lange die Flugkapitäne in den Ausstand treten werden, ist bislang aber noch unklar. "Es geht um die Abwägung von Passagierinteressen und der Effizienz eines Streiks", sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit auf Anfrage. Man wolle es Lufthansa nicht zu leicht machen, Ausfälle zu ersetzen.

Cockpit hatte die Verhandlungen am späten Freitagabend für gescheitert erklärt. Im Tarifkonflikt geht es um die Übergangsrenten für die 5400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Im Schnitt gehen die Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das Eintrittsalter wegen der hohen Kosten und der auf 65 Jahre hochgesetzten Altersgrenze für Verkehrspiloten merklich erhöhen.

Flughafen Hannover rechnet mit nur geringen Problemen

Der angekündigte Streik dürfte für Niedersachsens wichtigste Luftverkehrs-Drehscheibe in Hannover angesichts der überschaubaren Zahl von Flügen nur geringe Auswirkungen haben. "Wir sind kein klassischer Umsteige-Flughafen, und die meisten Passagiere informieren sich rechtzeitig vorher", sagte Malisa Schmidt, die Sprecherin des Flughafens Hannover, am Montag. Pro Tag gibt es dort im Schnitt 150 Starts und Landungen - 30 davon entfallen auf die Lufthansa, weitere 20 auf deren Tochter Germanwings. Insgesamt fliegen 51 Airlines von Hannover aus 85 Flugziele in mehr als 25 Ländern an.

Schon beim Pilotenstreik zum Auftakt der Osterferien in Niedersachsen war der Flugverkehr in Hannover, aber auch in Bremen bis auf die Lufthansa-Ausfälle praktisch reibungslos verlaufen. Über den Flughafen Bremen sind im vergangenen Jahr mehr als 2,6 Millionen Menschen zu ihren Zielen gestartet oder gelandet. Hannover verbuchte 5,2 Millionen Passagiere 2013 und gilt bundesweit als achtgrößter Flughafen. Gesellschafter sind die Stadt Hannover, Niedersachsen und der Betreiber des Flughafens in Frankfurt, die Fraport AG.

Im April hatte der schärfste Streik in der Lufthansa-Geschichte zu rund 3800 Flugausfällen geführt, betroffen waren an den drei Tagen 425 000 Fluggäste. Nach den Streiks hatten beide Seiten die Verhandlungen wieder aufgenommen - hinter verschlossenen Türen und mit Hilfe eines Moderators. Doch die Lufthansa habe ihre "weitreichenden Forderungen" aufrechterhalten, die nicht akzeptable Einschnitte in die Versorgung der Piloten bedeuten würden, hatte Cockpit am Freitag erklärt.

Die Lufthansa hatte bereits angekündigt, im Notfall einen Teil ihres üblichen Angebots wie schon im April mit freiwilligen Piloten und Managern mit Pilotenschein zu stemmen. Außerdem hatte die Bahn Sonderzüge eingesetzt.

Arbeitskampf auch bei der Bahn

Allerdings brodelt es auch bei der Deutschen Bahn: Die Suche nach einer Lösung der festgefahrenen Verhandlungen über die künftige Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften ist schwierig. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, lehnte am Wochenende einen neuen Vorschlag der Bahn zu einem Kooperationsabkommen mit den Gewerkschaften GDL sowie EVG ab und sprach von einer "Provokation".

Angesichts möglicher Streiks bei der Lufthansa und der Bahn werden die Forderungen nach einer gesetzlichen Lösung lauter. "Wir brauchen die gesetzlich garantierte Tarifeinheit, um den Missbrauch der Tarifautonomie zur Durchsetzung von Einzelinteressen zu verhindern", sagte der Hauptgeschäftsführer des Chemiearbeitgeberverbandes BAVC, Klaus-Peter Stiller, dem "Handelsblatt" (Montag).

dpa

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Vereinigung Cockpit
Foto: Die Gewerkschaft kündigt Streiks an – und zwar „ab sofort“.

Die Lufthansa steckt erneut im Arbeitskampf. Die Piloten wollen nicht von ihren Regelungen zur Frühverrentung abweichen. Das trifft die Airline zur Unzeit: zum einen sind Ferien, zum anderen will sie einen massiven Sparkurs einschlagen, um konkurrieren zu können.

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