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Deutschland / Welt Lufthansa steuert wegen Branchenkrise Milliarden-Sparkurs an
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Lufthansa steuert wegen Branchenkrise Milliarden-Sparkurs an
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17:21 16.07.2009
Ein Stellenabbau in der Verwaltung ist ebenfalls geplant. (Symbolbild) Quelle: John Macdougall/afp

Zudem sollen mittelfristig in der Verwaltung bis zu 20 Prozent der Stellen eingespart werden.

Der Vize-Vorstandschef der Lufthansa, Christoph Franz, kündigte die Sparmaßnahmen in einem Rundbrief an die Mitarbeiter der Passagiersparte an. Das Sparziel klinge „zunächst nach einem Riesenschritt“, räumte Franz ein, sei aber für die Größe des Geschäftsfelds „absolut notwendig“. Allein für die Passagierbeförderung bei der Lufthansa müssten zwischen 2008 und 2014 insgesamt 160 neue Flugzeuge mit einem Listenpreis von insgesamt 16 Milliarden Euro finanziert werden. Eine „moderne und treibstoffeffiziente“ Flotte sei nötig, damit sich der Konzern gegenüber Wettbewerbern behaupten könne. Zugleich forderte die Lufthansa Zugeständnisse von ihren Lieferanten: Der Zeitplan für Flugzeugauslieferungen müsse ab 2010 in Frage gestellt werden.

Einzelheiten des Sparprogramms sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Die Kranich-Airline kämpft wie die meisten Fluglinien weltweit zur Zeit mit rückläufigen Passagierzahlen. Als noch größeres Problem gilt allerdings, dass die Gesellschaft mit jedem einzelnen Passagier weniger Geld verdient. Hier sind Franz zufolge noch weitaus deutlichere Rückgänge zu verzeichnen als bei den Passagierzahlen. Im ersten Quartal 2009 hatte die Lufthansa bereits Verluste geschrieben, die Ende Juli anstehenden Halbjahreszahlen werden nach Konzernangaben diesen Negativtrend fortsetzen. Leiten soll das Sparprogramm der Münchner Lufthansa-Manager Thomas Klühr.

Der Luftverkehrs-Branchenverband IATA äußerte sich auch für den weiteren Jahresverlauf pessimistisch, was den internationalen Flugverkehr angeht. Manche Verbandsmitglieder erwarteten noch bis Anfang 2011 keine besseren Geschäftsaussichten, und selbst optimistische Mitglieder sähen „keinen deutlichen Aufschwung“ vor dem Schlussquartal 2009. Noch im April dieses Jahres habe sich zwar ein Silberstreif am Horizont abgezeichnet, allerdings sei dieser mittlerweile wieder verschwunden, klagte der Verband.

afp

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