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Lufthansa will trotz Gewinnsprungs weiter sparen

Sparpläne bleiben unverändert Lufthansa will trotz Gewinnsprungs weiter sparen

Lufthansa fliegt wieder Gewinne ein. Vor allem das günstige Kerosin hat dem Kranich Aufwind verliehen. An den Sparmaßnahmen beim Personal hält das Unternehmen aber fest.

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Lufthansa will weiter sparen – vor allem beim Personal.

Quelle: Sven Hoppe

Frankfurt/Main. Trotz eines kräftigen Gewinnsprungs im ersten Halbjahr will die Deutsche Lufthansa AG weiter sparen. Das Preisniveau für Flugtickets werde sich in der zweiten Jahreshälfte nicht erholen, warnte Finanzchefin Simone Menne am Donnerstag in Frankfurt.

Allein im zweiten Quartal seien die Durchschnittserlöse im Passagierverkehr währungsbereinigt um 5,7 Prozent gesunken. Auf der anderen Seite wird Lufthansa in diesem Jahr mit 6 Milliarden Euro voraussichtlich rund 200 Millionen Euro weniger für Kerosin ausgeben als bislang geplant.

In den ersten sechs Monaten hatte vor allem der günstige Treibstoff den Kranich-Konzern beflügelt, der unter dem Strich einen Gewinn von 954 Millionen Euro ausweisen konnte. Ein Jahr zuvor hatte es zu diesem Zeitpunkt noch ein Minus von 79 Millionen Euro gegeben.

Mit 503 Millionen Euro stammte aber mehr als die Hälfte des Gewinns aus buchhalterischen Effekten nach dem Lufthansa-Ausstieg bei der US-Airline Jet Blue. Der Umsatz wuchs getrieben vom schwachen Euro um 8,5 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro.

Auch bei der Frage der Pensionslasten konnte die Lufthansa von einer leichten Erholung berichten. Sie lagen mit 6,6 Milliarden Euro zwar weiterhin auf einem hohen Niveau. Wegen des wieder leicht gestiegenen Rechnungszinses belasteten sie aber das Eigenkapital deutlich geringer als ein Jahr zuvor. Dennoch hält Lufthansa an dem Plan fest, die Betriebsrenten ihrer Mitarbeiter auf Festzuschüsse umzustellen und nicht mehr wie bislang die absolute Rentenhöhe zu garantieren.

In seiner Prognose für das laufende Jahr sieht sich Vorstandschef Carsten Spohr bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll auf mehr als 1,5 Milliarden Euro steigen. Allerdings sind Belastungen durch Streiks hierin nicht berücksichtigt. Seit Jahresbeginn beliefen sich diese auf 100 Millionen Euro, im zweiten Quartal wurde aber nicht gestreikt.

Im vergangenen Jahr hatte Lufthansa die Streikkosten auf 230 Millionen Euro beziffert. Der Tarifkonflikt mit den Piloten ist noch nicht ausgeräumt. Menne begrüßte aber die Gesprächsbereitschaft der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, deren neues Angebot man prüfe.

Von Christian Ebner

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